Wolfsburg patzt: relegation-drama nimmt fahrt auf!
Die Luft in Wolfsburg ist zum Schneiden dick. Nach einem müden 0:0 gegen den SC Paderborn im Hinspiel der Bundesliga-Relegation steht der VfL Wolfsburg vor einer existenziellen Aufgabe. Der Traum vom Klassenerhalt, einst noch vom Europapokal geträumt, droht im Albtraum der 2. Bundesliga zu enden. Oliver Blume, der VW-Chef, verfolgte die Partie mit angespannter Miene – ein Zeichen der Bedeutung, die der Verbleib in der höchsten Spielklasse für den Konzern hat.
Die wölfe an der leine: ideenlos und kraftlos
Vor ausverkauftem Haus wirkte der VfL Wolfsburg wie ein Schatten seiner selbst. Kreativität und Durchschlagskraft blieben Mangelware. Paderborn, der Drittplatzierte der 2. Bundesliga, präsentierte sich als disziplinierte Einheit, die jeden Angriff der Gastgeber gefährlich unterband. Das frühe Pressing der Gäste machte dem Bundesligisten das Leben schwer und zwang ihn zu einem Neuaufbau über die eigene Abwehr.
Ein Faktum, das die Gemüter erhitzt: Seit 2008/09 wird die Relegation wieder ausgespielt, und nur dreimal setzte sich dabei ein Zweitligist durch. Wolfsburg, seit 1997 ununterbrochen Teil der Bundesliga, muss nun um seinen Platz kämpfen. Die Bilanz der Relegationsspiele spricht klar für die etablierten Bundesligisten.

Paderborns überraschungs-potenzial: ein „once-in-a-lifetime-chance“
Trainer Ralf Kettemann von Paderborn hatte vor dem Spiel von einer „Once-In-A-Lifetime-Chance“ gesprochen – und seine Mannschaft hat sich dieser Chance gewissermassen genähert. Obwohl die Mannschaft von Wolfsburg in der ersten Spielminute den Druck aufrechterhielt und eine erste große Chance vereitelte (9.), fühlte sich Paderborn immer besser. Die stabile Defensive des SCP fing lange Bälle sicher ab und frustrierte die Angriffsversuche des VfL. Ein glänzender Dennis Seimen im Tor hielt seinen Kasten sauber.
Christian Eriksen, der Spielgestalter der Wölfe, versuchte zwar immer wieder, Akzente zu setzen, doch auch der erfahrene Däne fand an diesem Abend kaum Anschluss. Ein Freistoß des Dänen wurde von Seimen sicher entschärft (67.). Die große Chance auf die Führung für Paderborn vergab Filip Bilbija kurz vor Schluss (84.).
Jonah Sticker sah in der Nachspielzeit die Gelb-Rote Karte (90.+4) und wird im Rückspiel fehlen. Ein herber Verlust für die Ostwestfalen, der den Kampf um den Aufstieg weiter erschwert.
Das Ergebnis ist eindeutig: Der VfL Wolfsburg ist dem Abstieg nun näher als je zuvor. Am Pfingstmontag entscheidet sich im Rückspiel in Ostwestfalen, ob die Wölfe ihre Bundesliga-Zugehörigkeit verteidigen können oder ob sie einen Abstieg hinnehmen müssen, der den gesamten Verein in eine tiefe Krise stürzen würde.
