Wolfsburg in der krise: kann eintracht frankfurt den abstiegskampf befeuern?

Die Stimmung im Volkswagenstadion ist alles andere als weihnachtlich. Der VfL Wolfsburg bangt um den Klassenerhalt, und am Samstag empfängt er eine Eintracht Frankfurt, die selbst nicht gerade in Hochform ist. Ein Duell der Gegensätze, in dem viel mehr auf dem Spiel steht als nur drei Punkte.

Frankfurter offensive gegen wolfsburger defensive

Eintracht Frankfurt reist zwar als Favorit an, doch die jüngsten Leistungen lassen keine Zweifel aufkommen: Die Offensive stimmt, aber die Defensive ist anfällig. Gegen Köln ließ man eine Zwei-Tore-Führung aus den Händen gleiten, ein bitterer Rückschlag, der die Nerven der Fans strapazierte. Albert Riera muss nun eine Lösung finden, um die Abwehr zu stabilisieren und die Leichtigkeit im Spiel der Mannschaft wiederherzustellen.

Wolfsburg hingegen steht vor dem Abgrund. Vier Punkte beträgt der Rückstand auf den rettenden Ufer, und die Abwehr wirkt wie ein Sieb. Gerade mal drei Punkte holte man in der Rückrunde, ein erschreckender Wert, der den VfL-Bossen schlaflose Nächte bereitet. Dieter Hecking steht unter enormem Druck, und ein Sieg gegen Frankfurt ist für ihn persönlich von existenzieller Bedeutung.

Doch es gibt auch Lichtblicke: Mohamed Amoura, der algerische Stürmer, ist mit acht Toren und fünf Assists der beste VfL-Scorer. Wenn er in Topform ist, kann er auch die beste Eintracht-Abwehr vor große Probleme stellen. Aber er ist auch ein Spieler, der dazu neigt, egozentrisch zu agieren – ein Faktor, der das Spiel der Wölfe zusätzlich unberechenbar macht.

Die statistik spricht für tore

Die statistik spricht für tore

Eine Torflaute ist am Samstag unwahrscheinlich. In 53 Aufeinandertreffen zwischen Eintracht Frankfurt und dem VfL Wolfsburg gab es nur eine einzige Begegnung ohne Torerfolg. Das war am 19. August 2006, ein Spiel, das von einem vergebenen Elfmeter für Wolfsburg und der roten Karte für Kyrgiacos geprägt war.

Timo Gerach wird das Spiel leiten, unterstützt von Alexander Sather und Patrick Kessel. Nicolas Winter wird im Kölner Keller als Video-Assistent auflaufen. Die Spannung ist greifbar, das Duell verspricht ein Fußballfest zu werden – oder eine dramatische Zuspitzung des Abstiegskampfes.

Die Frage ist nicht, ob Tore fallen, sondern wie viele. Und wer am Ende die drei Punkte mit nach Hause nehmen wird.