Norwegen bringt fisch und käse zum wm-debüt: ist das der schlüssel zum erfolg?

Ein ungewöhnlicher Anblick auf dem Rasen der WM 2026: Die norwegische Nationalmannschaft ist nicht nur mit hochmotivierten Spielern, sondern auch mit einem kulinarischen Reisegepäck von beträchtlicher Größe in die Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko aufgebrochen. 300 Kilogramm Lachs, 116 Kilogramm Brunost (norwegischer Käse) und 6.000 Orangen – das ist nur ein Auszug aus der ungewöhnlichen Verpflegung, die das Team mitbringt, um sich auf die Spiele vorzubereiten.

Ein psychologischer vorteil durch vertraute aromen

Ein psychologischer vorteil durch vertraute aromen

Nach 28 Jahren Abwesenheit von einer Weltmeisterschaft will Norwegen bei seinem Comeback nicht unbemerkt bleiben. Der Schachzug, die eigene Küche mitzubringen, soll der Mannschaft einen psychologischen Vorteil verschaffen. Aron Espeland, der seit 35 Jahren als Koch für die norwegische Nationalmannschaft tätig ist, erklärt: “Ein Teller Lachs und Brunost erinnern unsere Spieler an Zuhause und helfen ihnen, im stressigen WM-Alltag eine gewisse Normalität zu bewahren.” Die Idee ist nicht neu, sondern wird beispielsweise bereits bei den Olympischen Spielen in anderen Sportarten angewendet.

Die Logistik stellte die Verantwortlichen vor eine enorme Herausforderung: “Es ist keine leichte Aufgabe, eine halbe Tonne Fisch über den Atlantik zu transportieren”, so ein Sprecher des norwegischen Fußballverbands. Die Investition in die kulinarische Betreuung zeugt von dem Willen, den Spielern optimale Bedingungen zu bieten, um Höchstleistungen zu erbringen. Der Fokus liege dabei auf norwegischen Spezialitäten, die als Quelle der Kraft und Motivation dienen sollen.

Erling Haaland, der Superstar der Mannschaft, untermauert die Motivation für dieses Turnier: “Seit meinem Debüt 2019 war es mein großes Ziel, Norwegen zu einer Weltmeisterschaft und zur Europameisterschaft zu führen. Der Druck ist groß, aber ich genieße ihn. Wir haben eine unglaubliche Generation und ich möchte diese Chance nutzen, um den gesamten Verband zu stärken und Norwegen zu einer echten Fußballmacht zu entwickeln.”

Die Entscheidung, auf die eigene Verpflegung zu setzen, mag ungewöhnlich erscheinen, doch sie spiegelt den Anspruch wider, sich in jeder Hinsicht optimal auf die WM vorzubereiten. Ob diese kulinarische Strategie tatsächlich zum Erfolg führt, wird sich in den kommenden Wochen zeigen – eines ist jedoch sicher: Die norwegische Nationalmannschaft wird dieses Turnier in Erinnerung bleiben, nicht nur wegen ihrer sportlichen Leistungen, sondern auch wegen ihres einzigartigen kulinarischen Ansatzes.