Ernährungsberater ojeda warnt: diese vermeintlich gesunden gewohnheiten sabotieren ihre ernährung!

Wer glaubt, mit kleinen Abstrichen und vermeintlich gesunden Verhaltensweisen seine Ernährung unter Kontrolle zu haben, irrt gewaltig. Der bekannte spanische Ernährungsberater Pablo Ojeda schlägt Alarm: Viele unserer täglichen Gewohnheiten, die wir als positiv einstufen, können im Gegenteil zu einem Teufelskreis aus Heißhunger, Kontrollverlust und Angst vor Essen führen. Seine persönlichen Erfahrungen – er selbst kämpfte mit einer Gewichtszunahme von 138 kg und einer Essstörung – machen seine Aussagen besonders eindrücklich.

Der teufelskreis aus hunger, verlangen und kontrollverlust

Der teufelskreis aus hunger, verlangen und kontrollverlust

Ojeda erklärt, dass das Problem oft nicht die Nahrung selbst ist, sondern die Beziehung, die wir zu ihr aufgebaut haben. „Viele halten den Kreislauf aus Angst, Heißhunger und Kontrollverlust aufrecht“, so der Experte. Ein erster Stolperstein sei das sogenannte „bisschen naschen“. Ein schneller Anstieg des Blutzuckerspiegels durch eine kleine Portion Süßes führt zu einem Insulin-Schock und anschließend zu einem erneuten Abfall, der den Körper erneut nach Nahrung verlangt. Das Ergebnis: Ein unerbittlicher Kreislauf.

Ein weiterer Fehler sei der Austausch von zuckerhaltigen Lebensmitteln durch „light“-Varianten. Obwohl diese Produkte keinen Zucker enthalten, aktivieren Süßstoffe im Gehirn ähnliche Reaktionen wie Zucker und verstärken somit das Verlangen. Auch extreme Diäten und lange Fastenperioden können kontraproduktiv sein. Wer am Morgen kaum etwas isst, überkompensiert dies oft am Abend mit einer üppigen Mahlzeit. Das Ergebnis ist eine ungesunde Belastung des Stoffwechsels.

Ablenkung beim Essen – sei es durch Fernsehen oder Smartphone – ist ein weiterer kritischer Punkt. Das Gehirn registriert die Mahlzeit nicht richtig, was zu einem unbewussten Überessen führen kann. Und schließlich warnt Ojeda davor, auf gesunde Fette zu verzichten. Diese spielen eine wichtige Rolle bei der Hormonregulierung, stabilisieren den Blutzuckerspiegel und fördern das Sättigungsgefühl. „Gesunde Fette sind essentiell für eine ausgewogene Ernährung und helfen, Heißhungerattacken vorzubeugen.“

Ojeda fasst zusammen: „Das Streichen von Fetten, das Leben mit ‘light’-Produkten und das forcierte Fasten mögen gesund erscheinen, doch sie können den Teufelskreis aus Angst, Heißhunger und Kontrollverlust am Ende nur verstärken.“ Stattdessen plädiert er für eine bewusste und ausgewogene Ernährung, die den Körper nicht überfordert und langfristig zu einem gesunden Essverhalten führt. Denn wie Ojeda betont: Es geht nicht um Willenskraft, sondern um das Verständnis der eigenen Bedürfnisse und die Schaffung einer gesunden Beziehung zum Essen.