Wnba-gehaltssprung: deutsche basketballerinnen profitieren enorm!

New York – Ein Erdbeben erschüttert die nordamerikanische WNBA: Deutsche Spielerinnen erleben einen regelrechten Geldregen. Leonie Fiebich, Satou Sabally und weitere Top-Talente profitieren von einem historischen Tarifabkommen, das die Gehälter und die Beteiligung an den Liga-Einnahmen drastisch erhöht. Der Aufschwung für den deutschen Frauensport ist enorm.

Historischer tarifvertrag katapultiert gehälter in die höhe

Die Verhandlungen zwischen der Liga und der Spielerinnengewerkschaft WNBPA dauerten monatelang, doch das Ergebnis kann sich sehen lassen: Ein neuer Rahmentarifvertrag für die nächsten sieben Jahre sichert den Spielerinnen erstmals eine prozentuale Beteiligung an den Einnahmen der Teams – satte 20 Prozent! Dies führt zu einer deutlichen Erhöhung der Gehaltsobergrenze pro Team, die von 1,5 Millionen Dollar auf sieben Millionen Dollar steigt. Zusätzlich wird das Maximalgehalt pro Spielerin von 214.000 auf beeindruckende 1,4 Millionen Dollar angehoben, während das Minimalgehalt auf 270.000 Dollar steigt.

Für Leonie Fiebich (26) von den New York Liberty ist der Unterschied besonders spürbar: Ihr Gehalt vervierfacht sich von 68.595 auf 293.510 Dollar. „Ich bin vom neuen Tarifvertrag positiv überrascht“, so Fiebich. „Es war ein harter Kampf, der über die ursprünglich gesetzte Deadline hinausging.“

Satou Sabally (28) erlebt den wohl größten Sprung, nachdem sie von den Phoenix Mercury zu den New York Liberty gewechselt ist. Ihr Gehalt explodiert von 215.000 auf 815.000 Dollar. Eine Verstärkung für das Team von Leonie Fiebich, die auf die neue Saison hoffnungsvoll blickt.

Auch Luisa Geiselsöder (26) und Frieda Bühner (21) profitieren von den neuen Regelungen. Geiselsöder, die von Dallas nach Portland gewechselt ist, erhält nun 325.000 Dollar, während Bühner als Neuling bei Portland Fire mit einem Einstiegsgehalt von 270.000 Dollar rechnen kann.

Nba vs. wnba: ein vergleich der superlative

Nba vs. wnba: ein vergleich der superlative

Obwohl die Gehälter für die WNBA-Spielerinnen deutlich gestiegen sind, klafft weiterhin eine beträchtliche Lücke zur NBA. NBA-Profis erhalten 50 Prozent der Liga-Einnahmen und können bis zu 59,6 Millionen Dollar pro Saison verdienen – Topverdiener Stephen Curry von den Golden State Warriors ist ein eindrucksvolles Beispiel. Die Mindestgehälter sind ebenfalls höher, und die Gehaltsobergrenze pro Team liegt bei 165 Millionen Dollar. „Unsere Liga ist ja noch total jung. Wir feiern ja erst 30 Jahre WNBA“, erklärt Fiebich. „Die NBA ist viel älter und größer, das ist ein ganz anderes Business.“

Aber die WNBA erlebt einen Boom. Alle Spiele sind über Streaming-Dienste und nationale TV-Sender wie NBC, ABC, CBS und ESPN zu sehen. „Der Frauensport in den USA ist komplett am Boomen“, sagt Fiebich. „Es ist großartig, wie viel Aufmerksamkeit auch der Frauen-Basketball dort bekommt.“

Die New York Liberty, mit Fiebich und Sabally verstärkt, gelten als Favoriten für den WNBA-Titel. Das Team, zusammen mit den Indiana Fever und den Las Vegas Aces, buchen ernsthafte Titelambitionen. Mit einer Medaille bei der Heim-WM im September in Berlin wollen die deutschen Spielerinnen zudem für Furore sorgen. Die deutsche Mannschaft, mit ihren fünf WNBA-Stars, gilt als eine der stärksten aller Zeiten. Die Zukunft des deutschen Frauensports im Basketball sieht rosiger aus denn je.

Die neuen Gehälter sind nicht nur ein finanzieller Gewinn für die Spielerinnen, sondern auch ein Symbol für den wachsenden Stellenwert des Frauensports in den USA und weltweit. Ein deutliches Zeichen, dass harte Arbeit und Engagement sich auszahlen.