Wm-traum platzt für drei em-helden – österreich und polen liefern sich krimi ums ticket
Georgien, Rumänien, Ukraine – weg. Drei Nationen, die erst im Januar noch bei der Europameisterschaft jubelten, schafften es nicht einmal in die letzte Runde der WM-Qualifikation. Die zweite Phase endete mit einem Paukenschlag, der die Handball-Welt erschüttert.
Die große auslosung lügt nicht – und bestraft sofort
Frankreich gegen Tschechien, Schweiz gegen Italien: Die Paarungen klingen nach K.o.-Runde statt Quali-Play-off. Grund sind die Setzlisten. Platz 7–16 der EM bildeten Lostopf eins – und darunter befanden sich die drei Ausrutscher. Georgien kassierte gegen Israel einen 48:55-Klamauk über zwei Spiele, Rumänien ging gegen die Türkei baden, die Ukraine musste sich der Slowakei geschlagen geben. Kein Vorjahresviertelfinalist, keine Runde weiter.
Dafür blitzen auf der anderen Seite echte Großchancen. Bosnien-Herzegowina und Griechenland standen im Januar gar nicht erst in der EM-Halle, jetzt könnten sie nach Deutschland reisen – die Färöer und die Niederlande gelten als machbare Gegner. Die Quote für einen Turnier-Debütanten steigt.

Österreich und polen: ein duell mit folgen
Mitte Mai, 13. bis 17., steigt die letzte Runde. Österreich gegen Polen – ein Kracher, der sich schon jetzt anfühlt wie ein EM-Viertelfinale. Beide Teams kennen sich bis auf die Knochen, beide haben etwas zu verlieren: Die Österreicher wollen endlich den Sprung unter die besten 16 der Welt schaffen, die Polen um Superstar Jurkiewicz träumen vom zweiten WM-Ticket innerhalb von vier Jahren. Wer hier scheitert, verschwindet für zwölf Monate von der Bildfläche.
Die übrigen Duelle? Montenegro trifft auf Slowenien – ein Balkan-Knaller mit Ex-Yugo-Rivalität. Serbien gegen Ungarn verspricht Feuerwerk, Spanien gegen Israel ist auf dem Papier die größte klare Kiste. Aber der Handball lehrt uns seit jeher: Papier ist geduldig, der Ball ist rund.
19 Teams haben ihr Ticket schon sicher, 10 Plätze sind noch offen. Deutschland wartet als Gastgeber, die Hallen sind gebucht, die Karten liegen bereit. Doch wer sie nutzen darf, entscheidet sich in zehn K.o.-Duellen – und kein einziges davon ist ein Freilos. Die nächste Handball-Welt wird erstmalig ohne Georgien, Rumänien und Ukraine auskommen müssen. Wer hätte das vor sechs Monaten gewagt?
