Wm-sponsoring: saudi-arabien kauft einfluss und kaschiert menschenrechtsverletzungen
Die Weltmeisterschaft 2026 ist mehr als nur Fußball – sie ist ein Schaufenster für Saudi-Arabien und seine aggressive Strategie, internationales Ansehen zu kaufen. Aramco, der staatliche Ölkonzern des Königreichs, ist allgegenwärtig präsent und wirft unbequeme Fragen auf: Wie viel kostet der Fußball, wenn er zur Verschleierung von Menschenrechtsverletzungen dient?
Aramcos allgegenwart: mehr als nur werbung
Überall auf den Bildschirmen prangt das Aramco-Logo, bei jedem Spiel, in jeder Werbepause. Doch hinter der glitzernden Fassade verbirgt sich ein Unternehmen, das fest in der Hand der saudischen Herrscherfamilie liegt. Nicholas McGeehan von FairSquare warnt: Aramco ist kein gewöhnlicher Konzern, sondern ein Instrument der saudischen Politik. Er steuert die Finanzströme und nutzt die Macht des Sports, um die Nachfrage nach Öl anzukurbeln – und die Kritik am Regime zu unterdrücken.

Das geld der ölstaaten: eine wäschesäule für menschenrechtsverletzungen?
Die Investitionen Saudi-Arabiens in den Sport sind enorm. Sie dienen nicht nur dazu, ein positives Image zu schaffen, sondern auch dazu, von den gravierenden Menschenrechtsverletzungen abzulenken. Abdullah Alaoudh, dessen Vater einst für Reformen kämpfte und nun in Einzelhaft schrottet, weiß, wovon er spricht. „Die Hinrichtungen, die Schikane von Regimekritikern – all das soll durch den Applaus für den Sport überschattet werden“, erklärt er.
Die Vergabe der WM 2034 an Saudi-Arabien ohne nennenswerten Wettbewerb ist der jüngste Beweis für diese Strategie. Der DFB unterstützte diese Entscheidung, ohne die Bedenken hinsichtlich der Menschenrechtslage im Königreich ausreichend zu berücksichtigen. Die FIFA unter Gianni Infantino scheint bereit, dem Königreich die Bühne zu bereiten, koste es, was es wolle.
Es ist an der Zeit, die Verbindung zwischen Fußball und saudischer Politik kritisch zu hinterfragen. Die Freude am Spiel darf nicht zur Verschleierung von Ungerechtigkeit und Unterdrückung beitragen. Denn während die Spieler auf dem Rasen kämpfen, wird im Hintergrund ein Spiel gespielt, dessen Einsatz weitaus höher ist als ein Pokal.
Die allgegenwärtige Präsenz von Aramco bei der WM 2026 ist ein mahnendes Beispiel dafür, wie Geld und Einfluss die Werte des Sports gefährden können. Die Frage ist nicht, ob Saudi-Arabien das Fußballspiel kaufen kann, sondern ob wir es zulassen, dass es unsere moralischen Prinzipien kauft.
