Wm-skandal: fans fordern von fifa massive preisbremse!
Die Fußballwelt ist alarmiert: Während sich die Vorfreude auf die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko (11. Juni bis 19. Juli) steigert, toben sich Fans aus ganz Europa über die astronomischen Preise für Transporttickets ihren Unmut. Die FIFA steht unter massivem Druck, einzugreifen, bevor die Freude am Sport in blankem Zorn endet.
Fan-proteste überschlagen sich
Guillaume Aupretre, Sprecher der größten französischen Fanorganisation, schimpfte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP: „Das ist eine Schande! Sie stapeln immer mehr Zusatzkosten auf, ohne an die Fans zu denken.“ Ähnlich ist die Stimmung in England, wo die „Free Lions“ auf Twitter mit den Worten sprachen: „Ein weiterer Tag, eine weitere Abzocke bei dieser Weltmeisterschaft. Was zur Hölle geht hier vor?“ Die Fanorganisation Football Supporters Europe (FSE) kritisiert, dass die FIFA „Fans zur Kasse zu bitten scheint, damit sie sich für eine sichere und umweltverträgliche Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel entscheiden – ein Hohn auf die Klimastrategie der FIFA.“
Die Preisexplosion betrifft vor allem die USA. In Boston werden für die Hin- und Rückfahrt mit dem Bus schon 95 US-Dollar fällig, während die Bahntickets auf 80 US-Dollar steigen sollen. Besonders perfide: New Jersey Transit plant angeblich, für Fahrten vom Penn Station in Manhattan zum MetLife Stadium über 100 Dollar zu verlangen. Ein Vergleich zu früheren Weltmeisterschaften ist kaum möglich: Bei der WM 2022 in Katar und der EM 2024 in Deutschland erhielten Fans mit einem Spielticket kostenlosen Zugang zum öffentlichen Nahverkehr.

Politik mischt sich ein
Frankreich, wo die Gruppenspiele für die Fans zu einer Reise in die Ferne werden, und England, ebenfalls mit Auftritten in den USA, spüren die Auswirkungen besonders deutlich. Auch das deutsche Team bestreitet am 25. Juni in New York/New Jersey ein Spiel gegen Ecuador, und in der K.o.-Runde könnten weitere Reisen anstehen.
Die FIFA, die mit Milliardeneinnahmen rechnet und bereits wegen der hohen Ticketpreise in der Kritik steht, gerät nun auch von der Politik in Bedrängnis. Senator Chuck Schumer forderte, dass der Verband die Transportkosten in den Austragungsstädten und -staaten übernehmen sollte. „Es ist das Mindeste, das die FIFA tun kann, um sicherzustellen, dass Fans ohne überhöhte Preise ins Stadion gelangen können.“
Die FIFA ließ eine Anfrage zu diesem Thema unbeantwortet. Das Schweigen des Weltverbandes lässt Zweifel aufkommen, ob die Interessen der Fans wirklich im Fokus stehen. Ob die FIFA nun einsteigt und die Preise reguliert, bleibt abzuwarten – die Fans jedenfalls erwarten eine baldige und deutliche Reaktion. Es geht um mehr als nur um Geld; es geht um die Seele des Fußballs.
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