Wm-setzliste deckt deutschen glückspfad auf: dänemark und frankreich erst im halbfinale
Die IHF hat die Köpfe für Januar 2027 verteilt – und liefert dem DHB ein erstes Geschenk: Deutschland muss auf dem Weg zum Titel weder Dänemark noch Frankreich vor dem Halbfinale blicken. Die beiden letzten Großgegner landeten in Gruppen G und D, die deutsche Auswahl führt dagegen Gruppe A an und würde erst in der Runde der letzten Vier auf die Skandinavier oder die „Experts“ treffen.
Die karten liegen offen – und köln rückt ins zentrum
Während die finale Auslosung erst am 10. Juni in München erfolgt, zeichnet die jetzige Setzung schon das Streifenkontingent ab: Deutschland spielt Vorrunde und Hauptrunde in der Domstadt, Dänemark pendelt zwischen Kiel und Hannover. Frankreich reist – sofern sich die Equipe tricolore qualifiziert – nach Stuttgart, könnte aber ebenfalls die Kölner Arena betreten, falls die Franzosen die Hauptrunde überstehen. Die Schweiz, als potentieller deutscher Gruppengegner, muss sich ebenfalls noch qualifizieren, würde dann aber direkt in Köln auf Alfred Gislasons Team treffen.
Die IHF berücksichtigte bei der Verteilung nicht nur sportliche, sondern auch geografische und fanökonomische Kriterien. So reisen Schweden und Dänemark nach Kiel, wo schon die EM 2024 ihre nordische Fanbase bewies. Island und Portugal landen in Magdeburg, wo die Anschlusskultur für Handball bekannt ist. München erhält mit Kroatien ein Schaulaufen der 2019-Weltmeister, Stuttgart könnte zum Frankreich-Schauplatz werden.

Der zeitplan ist klar – 18 tage, sechs städte, ein ziel
Vom 13. bis 31 Januar 2027 bestimmt die deutsche WM die Schlagzeilen. Das DHB-Team startet in Gruppe A, trifft dort vermutlich auf Aufsteiger wie Nordmazedonien oder den asiatischen Vertreter. Der Gruppensieg würde direkt die Hauptrunde in Köln öffnen – und damit die Möglichkeit, vor eigenem Publikum ins Halbfinale einzuziehen. Die erste Niederlage, so lautet die interne Rechnung, darf frühestens im Semifinale passieren, wenn Dänemark oder Frankreich warten.
Die Zahmen sind gesetzt, die Fans können planen. Noch 276 Tage, dann rollt der Ball – und Deutschland hat seine beste Ausgangsposition seit 2007. Die Frage ist nicht mehr, ob das Team bereit ist, sondern ob der Gegner das auch ist.
