Wm-geschichte: von bern bis messi – die größten triumphe im überblick
- Der frühe pioniergeist: uruguay und italiens frühe erfolge
- Das wunder von bern und brasiliens aufstieg
- Wembley-drama und die brasilianische dominanz
- Deutschland triumphiert zu hause und argentiniens erfolge
- Die 90er: maradona, brehme und brasiliens vierter titel
- Das sommermärchen und die spanische ära
- Russland 2018 und messis triumph in katar
Die Fußballwelt hält den Atem an: In zwei Wochen beginnt die WM in Kanada, Mexiko und den USA – ein historisches Ereignis, denn erstmals werden 48 Teams um den Titel kämpfen. Sport1 blickt zurück auf die vergangenen Weltmeisterschaften und beleuchtet die größten Triumphe, überraschenden Wendungen und unvergesslichen Momente, die die Geschichte des Turniers prägen.
Der frühe pioniergeist: uruguay und italiens frühe erfolge
Die erste WM 1930 in Uruguay war ein Fest für die Gastgeber. Der Sieg über den Erzrivalen Argentinien löste einen landesweiten Jubelsturm aus. Vier Jahre später, als Italien Austragungsort war, musste sich die Mannschaft erst durch eine Qualifikation kämpfen. Ein dramatisches Finale gegen die Tschechoslowakei, das erst in der Nachspielzeit entschieden wurde, bescherte den Italienern den Titel.
1938 richtete Frankreich die WM aus, doch es war nicht der Gastgeber, der jubelte. Italien bewies seine Dominanz und verteidigte den Titel erfolgreich, wobei Ungarn dem italienischen Team alles abringen musste.

Das wunder von bern und brasiliens aufstieg
Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte Brasilien 1950 eine bittere Enttäuschung. Obwohl ein Unentschieden zum Titel gereicht hätte, schockierte Uruguay die Gastgeber mit einem späten Sieg. Doch die Geschichte kennt auch strahlende Momente: 1954 erlebte Deutschland das „Wunder von Bern“. Nach einem 3:8-Debakel gegen Ungarn in der Vorrunde schien die Hoffnung gering, doch im Finale gelang es der Mannschaft von Sepp Herberger, das 0:2 zu drehen. Die Namen Max Morlock und Helmut Rahn sind untrennbar mit diesem historischen Moment verbunden, und Herbert Zimmermanns legendärer Kommentar – „Aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen! Rahn schießt… Tor, Tor, Tor!“ – hallt bis heute nach.
Brasilien schrieb 1958 in Schweden Geschichte, als es als erste Mannschaft überhaupt einen WM-Titel auf einem anderen Kontinent gewann. Der damals 17-jährige Pelé legte den Grundstein für seinen Weltruhm.

Wembley-drama und die brasilianische dominanz
Vier Jahre später verteidigte Brasilien den Titel in Chile und besiegte die Tschechoslowakei mit 3:1. 1966 sorgte England im eigenen Wembley-Stadion für einen denkwürdigen Moment, als es Deutschland in der Verlängerung mit einem umstrittenen Tor besiegte. Der Ball prallte von der Unterkante der Latte auf den Boden und wurde dann vom deutschen Verteidiger Wolfgang Weber ins Toraus geköpft – ein Moment, der bis heute für Diskussionen sorgt.
1970 feierte Brasilien seinen dritten WM-Titel in Mexiko, wobei es Italien im Finale mit 4:1 besiegte.
Deutschland triumphiert zu hause und argentiniens erfolge
1974 war es soweit: Deutschland triumphierte im eigenen Land. Nach einem frühen Rückstand gegen die Niederlande erlöste Gerd Müller die DFB-Elf mit dem 2:1-Siegtreffer. Argentinien konnte 1978 ebenfalls den Heimvorteil nutzen und schickte die Niederlande zum zweiten Mal in Folge als Vizeweltmeister nach Hause.
1982 nahmen zum ersten Mal 24 Teams an der WM teil. Italien setzte sich im Finale gegen Deutschland durch, wobei die Gastgeber nur aufgrund der besseren Tordifferenz in der Vorrunde weitergekommen waren.
Die 90er: maradona, brehme und brasiliens vierter titel
1994 kassierte Deutschland in Mexiko seine zweite Final-Pleite in Folge, diesmal gegen Argentinien. Toni Schumacher verpatzte eine Flanke, und Diego Maradona sorgte für Jubel bei den Südamerikanern. Doch 1990 folgte die Revanche: Rudi Völler ging im Strafraum zu Boden, und Andreas Brehme verwandelte den entscheidenden Elfmeter fünf Minuten vor Schluss.
1994 wurde die WM in den USA ausgetragen, und das Finale zwischen Brasilien und Italien ging im Elfmeterschießen an die Südamerikaner, die ihren vierten Titel feierten.
Das sommermärchen und die spanische ära
2006 erlebte Deutschland das „Sommermärchen“, doch das Endspiel gegen Italien ging mit 5:3 verloren. Zinedine Zidanes Kopfnuss gegen Marco Materazzi ging dabei in die Geschichte ein. Spanien setzte sich 2010 in Südafrika durch und krönte sich zum achten Weltmeister der Geschichte.
Die WM 2014 in Brasilien endete für den Gastgeber in einer demütigenden 7:1-Niederlage gegen Deutschland im Halbfinale. Im Finale besiegte Deutschland Argentinien mit 1:0 und sicherte sich den vierten WM-Titel.
Russland 2018 und messis triumph in katar
Deutschland scheiterte 2018 als Titelverteidiger erstmals in der Vorrunde. Frankreich bezwang Kroatien im Finale mit 4:2 und reist als Titelverteidiger nach Katar. Dort krönte sich Lionel Messi mit Argentinien zum Weltmeister, nachdem sein Team nach einem spektakulären 3:3 nach Verlängerung im Elfmeterschießen Frankreich besiegt hatte.
Die WM-Geschichte ist reich an Dramen, Überraschungen und unvergesslichen Momenten. Die kommende Endrunde verspricht weitere spannende Kapitel in dieser faszinierenden Geschichte des Fußballs.
