Wm-gegner von österreich liefern wildes testspiel-feuerwerk
Österreichs WM-Gruppengegner haben sich einen Tag vor dem offiziellen Turnierstart ein echtes Lehrstück geliefert – mit dramatischen Wendungen, einem Debakel und einem knappen Sieg. Was sich am Freitagabend in Testspielen abspielte, wirft Schatten auf die Chancen der Alpenrepublik.
Jordanien patzt erneut in der schlussphase
Die Mannschaft von Trainer Jamal Sellami führte gegen Costa Rica mit 2:0, kassierte dann in den letzten zehn Minuten zwei Treffer und musste sich mit einem 2:2 begnügen. Die Parallele zum verlorenen Arab-Cup-Finale gegen Marokko ist frappierend – auch dort ging Jordanien in der Verlängerung baden. Angesichts des WM-Auftaktspiels gegen Österreich am 17. Juni in Santa Clara ein Alarmsignal.
Baha Faisal verwandelte einen Elfmeter (50.), Ibrahim Sabra erhöhte (76.), doch Josimar Alcocer (84.) und Warren Madrigal (90.+1) sorgten für den Costa-Ricanischen Tsunami. Die jordanische Abwehr wirkte in den Schlussminuten wie gelähmt – ein Déjà-vu, das Sellami nicht ignorieren kann.

Argentinien zittert, algerien demoliert
Weltmeister Argentinien kam gegen Mauretanien nur zu einem 2:1. Lionel Messi wurde zur Pause eingewechselt, doch der Siegtreffer fiel durch den 19-jährigen Nico Paz per Freistoß (32.). Mauretaniens Anschlusstor in der 94. Minute war ein Weckruf für La Albiceleste – und ein Hoffnungsschimmer für Österreich, das am 22. Juni in Dallas auf die Südamerikaner trifft.
Algerien hingegen lieferte ein Demonstrationsfeuerwerk ab. Gegen Guatemala setzte es ein 7:0 – Amine Gouiri traf doppelt, Riyad Mahrez verwandelte einen Elfmeter, und selbst Einwechselspieler wie Nadhir Benbouali legten nach. Die Wüstenfüchse zeigten, dass sie nach dem Afrika-Cup-Aus bereit sind, im WM-Turnier für Furore zu sorgen. Österreich wird am 28. Juni in Kansas City gegen diesen Gegner antreten.

Die botschaft lautet: vorsicht, gruppe j
Kein Gegner ist ein Selbstläufer. Jordanien hat eine mentale Schwäche in der Schlussphase, Argentinien wackelt gegen vermeintlich schwache Teams, und Algerien beweist Goalgetter-Qualitäten. Für Österreich heißt es: Wer nicht von Anfang an konzentriert ist, wird bestraft. Die Testspiele haben die Weichen gestellt – jetzt zählt nur noch die Leistung auf dem Platz.
