Wm-ausfälle: stars bleiben zu hause – wer profitiert?
Die Vorbereitungen für die Weltmeisterschaft in Katar laufen auf Hochtouren, doch für einige Top-Stars endet die Reise noch vor dem Anpfiff. Verletzungen, taktische Entscheidungen oder schlichtweg die verpasste Qualifikation – die Gründe für die Abwesenheit namhafter Spieler sind vielfältig. Doch wer rückt nun in den Fokus, und welche Teams müssen sich neu aufstellen?
Die verletztenliste liest sich wie ein who's who des weltfußballs
Die Liste der Ausfälle ist schmerzhaft – nicht nur für die betroffenen Nationalmannschaften. Xavi Simons, Rodrygo, Fermín López und Ekitike gehören zu den bekanntesten Namen, die aufgrund von Verletzungen vorzeitig aus dem WM-Rennen aussteigen mussten. Es ist ein hartes Los für die Trainer, die nun kreative Lösungen finden müssen, um die entstandenen Lücken zu füllen. Während einige Ausfälle, wie bei Rodrygo, eindeutig medizinischer Natur sind, beruhen andere Entscheidungen, wie bei der spanischen Auswahl, auf taktischen Überlegungen. Barrios’ Verletzung am Ende der letzten Saison stellt beispielsweise ein Problem dar, während Spieler wie Lamine Yamal oder Nico Williams durchaus Optionen für Luis de la Fuente darstellen.

Spanien, deutschland und co.: wer profitiert von den abgängen?
Spanien muss ohne Fermín López auskommen, während Carvajal und Le Normand die Abwehr verstärken könnten. Huijsen und Remiro bieten zusätzliche Optionen im Tor und in der Verteidigung. Deutschland schickt eine 'B'-Mannschaft ins Rennen, mit Spielern wie Kehrer, Brandt, Adeyemi und Fullkrug, die bereits bei der letzten WM dabei waren. Die Abwesenheit von einigen Stars könnte aber auch eine Chance für Nachwuchsspieler sein, sich zu beweisen. Belgien muss auf Godts verzichten, was für Aufregung sorgt. Spieler wie Lavia, Carrasco und Openda könnten nun ihre Chance erhalten. Ramazani und Batshuayi bieten alternative Offensivoptionen.
In Brasilien fehlt Rodrygo verletzungsbedingt, während Richarlison, Joao Pedro und Antony eine schlagkräftige Offensive bilden sollen. Joao Gomes könnte im Mittelfeld für Stabilität sorgen. Frankreich muss ohne Griezmann und Benzema auskommen, die beide ihren Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt haben. Lukeba oder Badé könnten in der Innenverteidigung zum Einsatz kommen, während Coman auf den Außenbahnen für Wirbel sorgen könnte.
Auch England hat mit einigen überraschenden Ausfällen zu kämpfen, die durch Tuchels Entscheidungen im Team entstanden sind. Die Niederlande setzen auf eine Abwehr mit einigen der teuersten Verteidiger der Welt, wie Frimpong und De Ligt. Smit, ein von den Fans geforderter Spieler, ist ebenfalls dabei. Portugal verzichtet auf Pedro Gonçalves und Paulinho, während Velho als vierter Torwart in der Rotation steht. Anthony Lopes ist eine weitere Option im Tor.
Uruguay könnte mit einer ungewöhnlichen Dreierreihe aus Stürmern und einem defensiv ausgerichteten Mittelfeld spielen. Argentinien muss ohne Acuña auskommen, während Senesi ebenfalls eine Option gewesen wäre. Scaloni setzt jedoch weiterhin auf die bewährte Garde. Das gute Jahr von Buendía reichte nicht aus, um einen Platz im Team zu sichern, während Mastantuono aufgrund eines schwachen Jahres zuhause bleiben muss.
Die Abwesenheit dieser Stars wird zweifellos Auswirkungen auf den Verlauf der Weltmeisterschaft haben. Doch gerade in solchen Situationen zeigen sich die Stärken eines Teams und die Fähigkeit, sich an veränderte Bedingungen anzupassen. Die WM 2022 verspricht somit nicht nur spannende Spiele, sondern auch eine Überprüfung der Flexibilität und Innovationskraft der Nationalmannschaften.
