Wm 2026: letzte tickets – die fifa spielt mit der zeit!
Zweieinhalb Monate vor dem Anpfiff der Fußball-WM in Nordamerika herrscht fieberhafte Jagd nach den letzten Tickets. Doch die FIFA scheint die Vergabe zu verlangsamen und lässt Fans im Ungewissen, wie viele Karten überhaupt noch verfügbar sind. Ein Spiel mit der Ungeduld der Anhänger, das viele Fragen aufwirft.
Die uhr tickt: letzte chance ab 17 uhr
Für all jene, die bisher leer ausgegangen sind, gilt: Heute um 17:00 Uhr öffnet die FIFA das Tor zu den letzten verfügbaren Kontingenten. Wer ein FIFA-Konto besitzt, kann auf www.fifa.com/tickets sein Glück versuchen. Die FIFA verspricht einen reibungslosen Prozess, doch die Erfahrungen der vergangenen Verkaufsphasen waren alles andere als mühelos.
Doch was ist mit den Zahlen? Die FIFA schweigt beharrlich über die genaue Anzahl der verbleibenden Tickets. Angesichts der enormen Nachfrage – allein in der Vorverkaufsphase wurden über 500 Millionen Bestellungen eingegangen – ist die Situation angespannt. Experten schätzen, dass die WM 1994 in den USA, die mit 3,5 Millionen Zuschauern einen Rekord aufstellte, gebrochen werden könnte, aber zu welchem Preis?
Die Ticketpreise sind ein weiteres Ärgernis. Verbraucherschützer haben bereits Beschwerde bei der Europäischen Kommission eingereicht und werfen der FIFA eine Monopolstellung und unfaire Preisgestaltung vor. Die gestiegenen Preise im Vergleich zur WM in Katar sind deutlich spürbar, und der Zweitmarkt bietet kaum eine Atmestätte, da dort die Preise explodieren.
Die FIFA versucht, mit einem Sonderkontingent von 60-Dollar-Tickets für einen kleinen Teil der Karten entgegenzuwirken, doch das ist eher ein Tropfen auf den heißen Stein. Die FIFA argumentiert zwar, dass die Einnahmen in den Fußball reinvestiert werden, aber viele Fans fühlen sich schlichtweg abgezockt.

Reise, sicherheit und public viewing: was fans wissen müssen
Wer ein Ticket ergattert, benötigt für die Einreise in die USA, Kanada und Mexiko eine elektronische Reisegenehmigung (ESTA oder eTA). Die Sicherheitsvorkehrungen sind umfangreich: Mehr als 100.000 Soldaten, Polizisten und private Sicherheitskräfte sollen für Sicherheit sorgen. In den USA bestehen jedoch Herausforderungen durch die Haushaltssperre, die die Bereitstellung von Sicherheitspersonal gefährden könnte.
Für alle, die nicht vor Ort sein können, gibt es Hoffnung: Das Bundeskabinett hat Ausnahmen von den Lärmschutzregeln beschlossen, sodass Public Viewing auch nach 22:00 Uhr möglich ist – sofern die Bundesländer zustimmen. Die deutschen Nationalspieler treffen am 14. Juni in Houston auf Curaçao, gefolgt von Spielen gegen die Elfenbeinküste in Toronto und Ecuador in East Rutherford.
Die Spannung steigt, die Ungewissheit bleibt. Die FIFA wird das Spiel mit den letzten Tickets wohl noch einige Zeit fortsetzen, bevor die Weltöffentlichkeit in Nordamerika zusammenkommt, um den größten Fußball-WM-Titelkampf der Geschichte zu erleben.
