Wm 2026: afrikanischer fußballstaunen – neun teams in der k.o.-phase!
Die Fußballwelt staunt: Bei der WM 2026 haben sensationell neun von zehn afrikanischen Mannschaften die Gruppenphase überstanden. Ein Erfolg, der nicht nur sportliche Leistungen demonstriert, sondern auch eine neue Ära für den Kontinent einläutet. Riyad Mahrez, der selbst mit Algerien in die nächste Runde marschiert, sprach von einer eindrucksvollen Botschaft.

Ein kontinent erwacht zum leben
Während Tunesien als einziger afrikanischer Teilnehmer früh ausschied, präsentierten sich die anderen Teams in beeindruckender Form. Besonders Kap Verde sorgte für Furore, als das kleinste Land der Turniergeschichte mit rund 500.000 Einwohnern Spanien ein Unentschieden abringen und sich damit einen Platz gegen Weltmeister Argentinien sichern konnte. Eine Leistung, die selbst Zlatan Ibrahimovic salutiere: „Ist dies das Turnier der afrikanischen Teams? Wir werden es herausfinden.“
Die Aufstockung der WM auf 48 Teams hat Afrika offenbar gutgetan. Die Startplätze wurden erhöht, und das spiegelt sich nun in der Leistungsfähigkeit der Mannschaften wider. Selbst vermeintlich unschlagbare Gegner wie Spanien, England, Portugal und Brasilien blieben gegen afrikanische Teams ohne Sieg. Marokko, das bei der WM 2022 noch den vierten Platz belegte, träumt nun vom großen Coup. „Wir müssen an dieses Ziel glauben, an dieses Vorhaben“, betonte Trainer Mohamed Ouahbi.
Doch der Erfolg Afrikas wirft auch einen Schatten auf frühere Äußerungen von Bastian Schweinsteiger, der den afrikanischen Spielstil einst als „ein bisschen unorthodox“, „ein bisschen wild“ und „vielleicht auch manchmal nicht ganz so von der Taktik geprägt“ bezeichnet hatte. Ivorischer Trainer Emerse Faé sprach von einem „rassistischen“ Kommentar, was Schweinsteiger entschieden zurückwies. Er betonte, es handele sich lediglich um eine „Fußballanalyse“ und nicht um eine persönliche Abwertung.
Trainer Sebastien Desabre, der die Demokratische Republik Kongo in die nächste Runde führte, sieht die Entwicklung positiv. „Ich arbeite jetzt seit 15 Jahren auf dem afrikanischen Kontinent. Ich sehe, dass die Verbände besser organisiert werden, die Trainer sich verbessern und die Spieler besser werden – Afrika macht kontinuierlich Fortschritte.“ Die Zahlen sprechen für sich: Mehr als drei Millionen Sportfans nutzen bereits die App, um die WM live zu verfolgen. Der afrikanische Fußball hat sich neu erfunden, und die Welt schaut gespannt zu, wie weit dieser Weg noch führen wird.
