Ogier triumphiert im griechischen chaos – neuville patzt erneut!

Das griechische Chaos des Acropolis Rallye hat eine überraschende Wendung genommen: Sébastien Ogier hat sich im letzten Moment den Sieg gesichert, während Thierry Neuville durch einen verhängnisvollen Reifenschaden erneut die Chance auf den Gesamtsieg verlor. Ein dramatisches Rennen, das die Entscheidung im Titelkampf weiter verzichtet.

Die achillesferse des belgiers: ein doppelter platten

Neuville, der die Rallye bis zur vorletzten Wertungsprüfung anführte und mit Ogier um knapp eine Sekunde zurücklag, erlitt im Aghii Theodori einen verheerenden Reifenschaden. Ein doppelter Platten riss ihn aus der Führung und katapultierte ihn auf den zweiten Platz. „Ich hatte einfach kein Glück“, klagte Neuville frustriert. „Zwei plötzliche Reifenschäden, ich weiß nicht, was passiert ist. Ich hatte das Tempo, aber ich kann nichts mehr dazu sagen.“

Ogier hingegen nutzte Neuvilles Missgeschick geschickt aus. Mit seiner 64. Rallye-Sieg-Fahne bewies er einmal mehr seine außergewöhnliche Konstanz und sein Talent, schwierige Bedingungen zu meistern. Die 35 Punkte für den Tagessieg sind ein deutliches Zeichen seiner Rückkehr in den Kampf um die Weltmeisterschaft.

Evans‘ Probleme und Katsutas Aufstieg: Hinter Ogier und Neuville kämpfen weiterhin Evans und Katsuta um die Spitze. Evans verlor wertvolle Punkte und landete auf einem enttäuschenden siebten Platz. Katsuta hingegen rückt mit jedem Rennen näher an die Spitze heran. Die WM-Spitze wird von Evans mit 158 Punkten angeführt, gefolgt von Katsuta mit 151 Punkten und Ogier mit 125 Punkten. Doch Ogier sendet ein klares Signal an die Konkurrenz: Er ist zurück und bereit, um den Titel zu kämpfen.

Ein bitteres wochenende für spanien

Ein bitteres wochenende für spanien

Auch für die spanischen Fahrer verlief das Wochenende wenig erfreulich. Dani Sordos Rennen endete vorzeitig durch eine strategische Entscheidung von Hyundai, die ihm die Chance auf Punktevergabe nahm. Einziger Lichtblick für Spanien war Alejandro Cachón, der im WRC2 mit seinem Yaris Rally2 einen respektablen dritten Platz belegte, nur knapp hinter den Skoda-Fahrern Virves und Mikkelsen.

Die Acropolis Rallye war somit ein Rennen voller Dramatik, Glück und Pech. Ogier hat sich zurück in die WM-Spitzengruppe gekämpft, während Neuville erneut die bittere Erfahrung machte, dass im Rallyesport selbst kleinste Fehler große Konsequenzen haben können. Die Spannung im Titelkampf steigt weiter an. Die nächste Rallye wird zeigen, ob Ogier seine Momentum halten kann oder ob Evans und Katsuta zurückschlagen werden.