Wm 2023: neue regeln für schiri-entscheidungen und spieler!

Die Fußballwelt steht vor einem Umbruch! Die IFAB, der International Football Association Board, hat neue Regelungen beschlossen, die ab sofort bei der Weltmeisterschaft Anwendung finden. Es geht um mehr als nur um Elfmeter und Abseits – die Änderungen zielen darauf ab, den Spielfluss zu verbessern, Zeitverschleuderung zu unterbinden und die Entscheidungsfindung des VAR zu optimieren. Für Fans bedeutet das: Es wird spannender, fairer und hoffentlich auch weniger umstritten.

Tempo und fairness: neue strafen für zeitspiel

Schon seit einiger Zeit wird über das Problem des Zeitspiels diskutiert. Nun schlägt die FIFA zu. Neben der bereits eingeführten Acht-Sekunden-Regel für Torhüter, die sich bewährt hat, gibt es jetzt auch eine Fünf-Sekunden-Regel für Einwürfe. Verzögert ein Spieler den Einwurf, wird er gewarnt und muss den Ball innerhalb von fünf Sekunden ins Spiel bringen. Andernfalls geht der Einwurf an den Gegner. Noch härter wird es bei Torwart-Ausspielen: Hier gilt nun ebenfalls nur noch fünf Sekunden. Die Uhr läuft!

Die Wechselregelung sorgt ebenfalls für Aufsehen und soll die häufigen Unterbrechungen beim Spiel reduzieren. Nach dem MLS-Modell müssen Spieler, die ausgewechselt werden, das Spielfeld innerhalb von zehn Sekunden verlassen. Andernfalls darf der Nachfolger erst im nächsten Spielunterbrechung eingewechselt werden. Bei Zuwiderhandlung wird der Wechsel sogar rückgängig gemacht – ein klarer Warnhinweis an die Trainer und Spieler.

Var im fokus: mehr spielraum für korrekturen

Var im fokus: mehr spielraum für korrekturen

Die Rolle des Video Assistant Referee (VAR) wird ebenfalls neu definiert. Der VAR kann nun aktiver werden und den Schiedsrichter auf den Platz bitten, eine Entscheidung zu überprüfen, wenn beispielsweise eine rote Karte aufgrund einer Fehlentscheidung bei einer zweiten Gelben Karte erfolgt ist oder es zu einer Verwechslung von Spielern gekommen ist. Auch bei fehlerhaften Eckstößen kann eingegriffen werden – allerdings nur, bevor der Ball in Spiel gebracht wird. Diese Korrekturen sollen schneller und effizienter erfolgen, in der Regel innerhalb von zehn bis fünfzehn Sekunden.

Respekt und disziplin: keine spielertheater mehr!

Respekt und disziplin: keine spielertheater mehr!

Die FIFA macht deutlich: Spielertheater und Protestaktionen werden nicht länger toleriert. Spieler, die sich während eines Spiels mit der Hand vor den Mund legen, um sich zu verhalten, riskieren eine sofortige Rote Karte. Diese Regel soll verhindern, dass Spieler absichtlich die Kommunikation behindern und den Schiedsrichter provozieren. Auch das Verlassen des Spielfelds als Protest gegen eine Schiedsrichterentscheidung wird nun mit einem roten Karton geahndet – ein deutliches Signal an die Teams und Trainer.

Und noch zwei Details, die dieses Turnier besonders machen: Es wird in der Halbzeitpause Pausen zur Hydratation geben, um die Gesundheit der Spieler zu schützen, insbesondere bei hohen Temperaturen. Zudem werden die Schiedsrichter ihre VAR-Entscheidungen öffentlich begründen. Hier wird Transparenz groß geschrieben!

Die neuen Regeln sind eine Herausforderung für Spieler, Trainer und Schiedsrichter gleichermaßen. Ob sie tatsächlich zu einem besseren und fairerem Fußball führen werden, wird die Zeit zeigen. Eines ist jedoch sicher: Die WM 2023 wird auch abseits des Rasens für Gesprächsstoff sorgen.