Witzig zündet den turbo: st. gallens flügel jetzt mit wm-turbo
Christian Witzig fräst sich durch den Gegner wie ein Messer durch Butter. Drei Tore in fünf Spielen – das klingt nach Durchschnitt, ist für den 25-Jährigen aber der Beweis, dass er nach monatelanger Funkstille zurück ist im Geschäft.

Der lange weg zurück ins licht
27 Liga-Einsätze, drei Treffer, vier Vorlagen. Die Zahlen wirken bescheiden, doch wer die letzten Wochen gesehen hat, weiß: Witzig läuft wieder auf Hochtouren. Gegen Lugano jagt er die Tessiner Abwehr in Grund und Boden, seine Sprints sind Messerstiche, seine Hereingaben Geschenke. Das 1:1 liegt nicht an ihm.
Die Frage nach der WM-Teilnahme lässt ihn schmunzeln. „Schön wäre es“, sagt er und zuckt mit den Schultern. Er weiß, dass Murat Yakin jeden Meter mitläuft, jeden Sprint zählt. Der St.-Gallen-Flügel ist kein Rohdiamant mehr, sondern ein geschliffenes Werkzeug, das sich gerade erst wieder schärft.
Die Konkurrenz im Kader ist ein Monster. Doch Witzig hat gelernt, dass Timing alles ist. Sein Saisonstart war ein Flop, jetzt kommt die Punkte-Ausbeute genau zur richtigen Zeit. Drei Tore, vier Assists – und die Gewissheit, dass er wieder zur alten Stärke findet.
Der FC St. Gallen profitiert. Die Super League profitiert. Und vielleicht bald auch die Nati. Wer jetzt noch zweifelt, hat die letzten fünf Spiele nicht gesehen.
