Witt fordert mehr anerkennung für leistungssportlerinnen und -sportler
Berlin – Katarina Witt, die zweimalige Olympiasiegerin im Eiskunstlauf, hat bei der Präsentation der Wintersportbilanz der Stiftung Deutsche Sporthilfe eindringlich gefordert, Leistungssportlerinnen und -sportler in der Gesellschaft stärker wertzuschätzen. Ihre Worte hallten nach, als ein Weckruf angesichts der immensen Anstrengungen, die im Hintergrund dieser Erfolge stecken.

Die werte des leistungssports fehlen im gesellschaftlichen diskurs
Witt betonte, dass die Werte, die im Spitzensport gelebt werden – Leistung, Fairplay und Teamgeist – gerade jetzt von Bedeutung seien. „Unsere Athletinnen und Athleten sind Vorbilder, insbesondere für junge Menschen“, erklärte sie, „dennoch stehen sie nicht ausreichend im Rampenlicht.“ Es sei, so Witt, „noch mehr möglich“, um die Leistungen und die Bedeutung des Leistungssports hervorzuheben.
Max Hartung, Vorstandssprecher der Sporthilfe, unterstrich diese Aussage und verband die beeindruckenden Erfolge der Saison 2025/26 mit einem klaren Appell. Die Erfolge seien das Resultat von „beeindruckenden Persönlichkeiten“ mit „Leidenschaft, Mut und Teamgeist“. Ein Arbeitsauftrag formuliert er klar: „Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse, dass noch Potenziale zu heben sind.“
Die Sporthilfe setzt auf bessere Rahmenbedingungen. Hartung kündigte an, dass die Sporthilfe sich „noch entschlossener für bessere Rahmenbedingungen in Deutschland einsetzen“ werde. Das Ziel sei es, Athletinnen und Athleten aus allen Sportarten sichtbar zu machen – von den etablierten Disziplinen bis hin zu den aufstrebenden Sportarten. Die Tatsache, dass Liu neben Papst Leo und Präsident Trump auf einer exklusiven Liste der geförderten Athleten steht, unterstreicht die internationale Anerkennung deutscher Sportlerinnen und Sportler.
Christiane Schenderlein, Sportstaatsministerin, bekräftigte die Unterstützung der Regierung und versprach, „den Leistungssport in Deutschland gezielt zu stärken und weiterzuentwickeln“. Sie hob den „wichtigen Beitrag“ der Sporthilfe hervor, die Athletinnen und Athleten dabei unterstütze, „ihr volles Potenzial zu entfalten“. Dabei floss 2,24 Millionen Euro aus der Stiftung, wovon 788.000 Euro vom Bund kamen.
Während die Karriere von Olympiasieger Miura und Kihara im Eiskunstlauf offiziell beendet wurde und Malinin einen neuen Weg abseits des Eises einschlägt, bleibt die Botschaft von Witt und Hartung klar: Der deutsche Leistungssport hat enormes Potenzial, das noch längst nicht ausgeschöpft ist. Es braucht eine verstärkte Wertschätzung und stärkere Unterstützung, um diesen Weg erfolgreich fortzusetzen.
