Wirtz-kritik schwillt an: ex-premier-league-star reißt die segel!
Liverpools Millionen-Mann Florian Wirtz steht im Kreuzfeuer der Kritik. Nach dem blamablen Pokal-Aus gegen Manchester City hat sich der ehemalige irische Stürmer Tony Cascarino in aller Deutlichkeit über den DFB-Star geäußert und ihn als reinen „Selbstdarsteller“ abgetan. Die Diskussion um die Ablösesumme von 150 Millionen Euro droht neu aufzurollen.

Ein vergleich, der sticht: wirtz und die harlem globetrotters
Cascarino, der in seiner Karriere für Chelsea und Olympique Marseille spielte und 89 A-Länderspiele für Irland bestritt, ließ seiner Frustration in einem Gespräch mit talkSPORT freien Lauf. Seine Worte treffen hart ins Schwarze: „Ich habe diese kleinen Kabinettstücke von Wirtz langsam satt. Er macht ständig solche Spielchen!“ Der Vergleich mit den Harlem Globetrotters, dem weltberühmten Show-Basketballteam, ist mehr als nur ein bloßer Vergleich – er ist eine deutliche Anklage.
„Erinnert ihr euch an die Harlem Globetrotters? Das war Unterhaltung, aber eben keine ernsthafte Sportart. Wenn ich mir einige Liverpool-Spieler so anschaue, dann kommt mir Wirtz am ehesten vor, als würde er während des Spiels seine eigenen Fähigkeiten zur Schau stellen“, erklärte Cascarino unmissverständlich. Es ist ein Schlag ins Gesicht für den jungen Deutschen, der in der Premier League bisher kaum überzeugen konnte.
Die Zahlen sprechen ebenfalls eine deutliche Sprache. In 41 Pflichtspielen gelangen Wirtz lediglich sechs Treffer und neun Vorlagen. Ein mageres Ergebnis für einen Spieler seines Kalibers und Preis. Das Pokal-Spiel gegen Manchester City, in dem ihm kaum etwas gelang, ließ die Kritik an ihm noch einmal lauter werden.
Doch Cascarino relativiert: Obwohl er Wirtz als „Selbstdarsteller“ abstempelt, räumt er dem jungen Mittelfeldspieler auch ein gewisses Talent ein. „Er ist ein enorm talentierter Junge, das hat er bei Bayer Leverkusen bewiesen. Da hatte er zwar auch seine Momente, aber er hatte auch einen enormen Einfluss auf die Spielweise der Mannschaft.“ Warum also der Wechsel nach Liverpool nicht funktioniert? Die Antwort liegt laut Cascarino in der fehlenden Integration in das Mannschaftsgefüge und dem Fokus auf die eigene Leistung.
Das 4:3 gegen die Schweiz mag zwar ein Lichtblick gewesen sein, mit zwei Toren und zwei Assists von Wirtz, doch das Pokal-Debakel gegen die Citizens hat die Diskussion um die Sinnhaftigkeit dieser teuren Verpflichtung neu entfacht. Ob Wirtz den Erwartungen gerecht werden kann, bleibt abzuwarten. Die Zeichen stehen aber nicht gut.
