Wirtz kehrt zurück und rettet liverpool vor dem k.o. – wolves sind machtlos

Florian Wirtz spielte 21 Minuten, reichte aber, um die Anfield-Herzschlag-Community wieder in Ekstase zu versetzen. Beim 3:1 (0:0) im Molineux Stadium verhinderte der Deutsche mit seinem Kurz-Comeback eine weitere Blamage und schickt Liverpool souverän ins Viertelfinale des FA Cups.

Die Reds hatten am Dienstag beim Tabellenletzten zuvor schon eine Packung kassiert – das zweite Mal in Folge gegen Wolverhampton. Die Taktik war klar: früh pressen, schnell umschalten, keine Gnade. Arne Slot stellte auf Dreierkette um, gab Robertson links die Freiheit, sich wie ein Flügelstürmer zu bewegen. Das Ergebnis: zwei Tore innerhalb von 120 Sekhen, Robertson selbst traf, Salah legte nach.

Slot schickt wirtz ins feuer – der rücken hält

In der 69. Minute war es soweit: Wirtz, bis dahin 14 Tage mit Rückenproblemen außer Gefecht, warf seine Trainingsjacke, schloss sich an, wurde lautstark gefeiert. Sein erster Ballkontakt? Ein Doppelpass mit Szoboszlai, dann die schräge Öffnung auf Gakpo – fast die Vorentscheidung. Die Fans sangen sein Namen, die deutsche Fankurve schwenkte Schwarz-Rot-Gold. Der 21-Jährige lief wie auf Schienen, ohne zu humpeln, ohne Sichtbarkeit für Schmerzen. Die medizinische Abteilung hatte ihm ein elastisches Korsett verpasst – mehr Sicherheit als Last.

Curtis Jones machte mit dem 3:0 dann den Deckel drauf. Hwang Hee-chan traf in der Nachspielzeit nur noch zum Endergebnis-Kosmetik, die Wolves hatten längst aufgegeben. Slot atmete durch, klatschte jedem Spieler ab, sprach anschließend von einem „mentalen Befreiungsschlag“. Die Statistik: Liverpool erstmals seit 2019 wieder im Viertelfinale des FA Cups, Wirtz steht bei sechs Toren und acht Vorlagen in 36 Pflichtspielen – ein Output, der trotz Unterbrechung in die Top-10 der Premier-League-Scorerwertung reicht.

Die nächsten wochen entscheiden über die saison

Die nächsten wochen entscheiden über die saison

Der Zeitplan ist gnadenlos: Sonntag gastiert Liverpool in Newcastle, Mittwoch folgt das Nachholspiel gegen Aston Villa. Wirtz‘ Einsatzzeiten werden minutiös verwaltet, die medizinische Abteilung arbeitet mit GPS-Daten, die bis auf die Dezimeter genau seine Rumpfbewegungen tracken. Kein Risiko, lautet die Devise – aber auch kein Zu-viel-Schonen, denn die Meisterschaft ist noch offen. City liegt zwei Punkte voran, Arsenal hat ein Spiel weniger. Der FA Cup ist kein Trostpott mehr, er ist Teil der Triple-Träume.

Die Botschaft von Wolverhampton: Liverpool kann auch dann dominieren, wenn die Krise nur drei Tage zuvor noch für Schlagzeilen sorgte. Wirtz‘ Rückkehr ist mehr als ein personelle Aufbesserung – sie ist das emotionale Signal, dass die verletzungsgeplagte Saison noch eine zweite Halbzeit bekommt. Die Anfield-Road-Ende sang nach Abpfiff „We’re going to Wembley“, und diesmal klang es nicht wie ein Wunsch, sondern wie eine Drohung.