Vierte olympische spiele ohne medaille: desg in der krise
Vierte olympische spiele ohne medaille: desg in der krise
Mailand/Cortina d’Ampezzo – Ein trauriges Kapitel für den deutschen Eisschnelllauf und Shorttrack: Die Deutsche Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG) kehrt erneut ohne Medaille von Olympischen Winterspielen zurück. Nach den Spielen in Sotschi 2014, Pyeongchang 2018 und Peking 2022bleibt auch die Teilnahme in Mailand-Cortina 2026 erfolglos. Die einst so erfolgreiche Sportart steckt tief in der Krise.
Keine deutsche beteiligung im shorttrack
Besonders bitter: Die deutschen Shorttrack-Athleten waren in Norditalien gar nicht erst am Start. Im Eisschnelllauf zeigten die deutschen Athleten zwar kämpferischen Einsatz, doch die erhofften Erfolge blieben aus. Das Ergebnis ist eine bittere Enttäuschung für die gesamte Mannschaft und die Fans in Deutschland.
Maly und petzold scheitern im halbfinale
Felix Maly, als Sechster des Gesamtweltcups angereist, belegte im Massenstart-Halbfinale lediglich den 13. Platz und schied aus. Auch Fridtjof Petzold konnte im zweiten Männer-Halbfinale mit Platz 14 von 15 Läufern nicht überzeugen. Die Hoffnungen ruhten viel auf den jungen Talenten, doch diese konnten ihre Erwartungen nicht erfüllen.
Jasch und hofmann verpassen das finale
Bei den Frauen zeigte Maira Jasch ein couragiertes Rennen, verpasste als Halbfinal-Neunte jedoch das Medaillenrennen der besten 16. Auch Josie Hofmann schied mit Platz 11 aus. Die deutschen Athletinnen kämpften zwar, doch die internationale Konkurrenz war an diesem Tag einfach stärker.
Sonnekalb kann potenzial nicht abrufen
Die großen Hoffnungen der deutschen Mannschaft ruhten vor allem auf dem Shootingstar Finn Sonnekalb. Der 18-jährige Olympiadebütant konnte jedoch aufgrund eines Infekts sein volles Potenzial nicht abrufen. Er wurde Zwölfter über 1000m und erreichte über seine Spezialstrecke 1500m nur den 13. Platz. Eine vergebene Chance für den jungen Athleten.
Kritik an der verbandsspitze
Die sportliche Krise des DESG scheint sich auch strukturell fortzusetzen. Laut einem Bericht der ARD wächst der Unmut unter den Athleten gegenüber der Verbandsspitze, insbesondere gegenüber Matthias Große, dem Lebensgefährten der fünfmaligen Olympiasiegerin Claudia Pechstein. Herr Große wird sich am kommenden Donnerstag in Berlin zu den erhobenen Vorwürfen äußern.
Ausblick und zukünftige herausforderungen
Die kommenden Jahre werden entscheidend sein, um den deutschen Eisschnelllauf und Shorttrack wieder auf Kurs zu bringen. Eine umfassende Analyse der Missstände und eine Neuausrichtung der Strukturen sind dringend erforderlich. Nur so kann der DESG wieder zu alter Stärke finden und an die früheren Erfolge anknüpfen. Die Fans hoffen auf eine positive Entwicklung und eine Rückkehr zu den Erfolgen von früher.
