Vfc plauen: aufholjagd im gange – kann der regionalliga-absteiger überraschen?

Der VFC Plauen hat am Osterwochenende für Furore in der Oberliga NOFV-Süd gesorgt und sich endgültig ins Rampenlicht gespielt. Zwei Siege gegen den Tabellenprimus Freital und den RSV Eintracht Stahnsdorf – und das mit beeindruckender Geschlossenheit. Doch der neue Trainer Norman Zschach warnt: Der Blick ist nach vorne, aber die Füße bleiben auf dem Boden.

Ein neuer wind weht in plauen

Ein neuer wind weht in plauen

Die Erfolge von VFC Plauen sind kein Zufall. Nach einer durchwachsenen Hinrunde hat der Regionalliga-Absteiger unter der Leitung von Norman Zschach eine bemerkenswerte Entwicklung durchlaufen. Die Siege gegen Freital und Stahnsdorf waren nicht nur drei Punkte, sondern auch ein klares Signal an die Konkurrenz: Plauen ist zurück und gehört zu den Titelanwärtern. Der Trainer selbst betont, dass die Mannschaft gelernt hat, als Einheit zu agieren. „Es war wichtig, den Spielern zu vermitteln, dass sie nicht nur Fußball spielen, sondern auch als Team zusammenarbeiten müssen“, so Zschach.

Ein Schlüssel zum Erfolg war die taktische Flexibilität. Gegen Freital wich Zschach von seiner üblichen Viererkette ab und setzte auf eine 3-5-2-Formation, um die Defensive zu stabilisieren und gleichzeitig Kontersituationen zu kreieren. „Wenn wir selbst das Spiel machen, gab es oft zu einfache Gegentore. Mit dieser Formation haben wir das besser im Griff“, erklärt der Coach.

Die Bilanz von Norman Zschach spricht für sich: Fünf Punktspiele in Folge gewonnen, 16 Punkte aus sechs Spielen – eine Quote, die in der Liga ihresgleichen sucht. Aktuell belegt Plauen den vierten Platz mit 40 Punkten, aber der Abstand zu den führenden Teams Stahnsdorf (51), Freital (49) und Halberstadt (43) schrumpft zusehends. Mit drei ausstehenden Spielen gegen Glauchau, Bautzen und Grimma stehen die Vogtländer vor einer echten Standortbestimmung.

Besonders hervorzuheben ist der Leistungsträger Tyron Profis, der mit zehn Saisontoren den größten Anteil an den jüngsten Erfolgen hat. Seine Treffer aus dem Elfmeter entscheidenden Momente – ein Zeichen für seine Nervenstärke und sein Können. Aber Zschach verteilt die Lorbeeren großzügig: „Wir wollen als Team punkten, jeder muss seinen Beitrag leisten.“

Die Mannschaftsabende und Trainingsformen mit Spaßfaktor haben ebenfalls dazu beigetragen, den Teamgeist zu stärken. Doch der Trainer mahnt zur Ruhe: „Wir wollen unsere Hausaufgaben erledigen, aber uns nicht von der Euphorie blenden lassen. Jeder Spieler muss 110 Prozent geben.“

Die überraschende Niederlage im Pokal gegen den Landesligisten Stahl Riesa war ein Weckruf. „Das hat uns gezeigt, dass wir uns auf nichts ausruhen dürfen“, so Zschach. Die Aufgabe, die Konkurrenz im Blick zu behalten und gleichzeitig die eigenen Leistungen zu optimieren, ist groß. Aber der VFC Plauen scheint bereit für die Herausforderung.

Die kommenden Auswärtsspiele werden zeigen, ob der VFC Plauen den Schwung der letzten Wochen mitnehmen kann. Eines ist jedoch klar: Die Mannschaft hat sich einen Namen gemacht und will bis zum Schluss alles geben. Die Oberliga NOFV-Süd hat einen neuen, aufregenden Anwärter auf den Titel.