Nürnberg bindet toolcraft früh: sponsoring-vertrag bis 20227 fix
Der 1. FC Nürnberg schlägt früh zu. Statt wie im Vorjahr bis kurz vor dem Saisonstart auf Heimatsponsor-Suche zu gehen, verlängerten die Franken am Montag die Partnerschaft mit der toolcraft AG um eine weitere Spielzeit – bis Juni 2027.
Die Kleeblätter hatten den Deal mit dem High-Tech-Unternehmen aus Ansbach ursprünglich nur bis Saisonende ausgelegt. Nun folgte der Handshake, bevor der Ball überhaupt rollt. Finanzielle Details hüllen beide Seiten in Schweigen, doch der Klub spricht von einer „deutlichen Aufwertung“ der Kooperation.

Warum der neue vertrag mehr ist als ein sponsoring-pflaster
toolcraft liefert Präzisionsbauteile für Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik und Halbleiterindustrie – Märkte, die auf Mikrometer genau arbeiten. Genau diese Präzision will der Club auf dem Rasen wieder einfordern. „Unsere Spieler sollen wie die Werkstücke aus Georgensgmünd funktionieren: bis ins Detail abgestimmt“, sagte Vorstandsmitglied Nils Rossow mit einem schiefen Grinsen.
Der Verzicht auf eine Langfristklausel ist kein Versehen. Beide Partner wollen sich jährlich neu vermessen. „Wir treffen uns alle zwölf Monate am Tisch und fragen: Was geht noch?“, erklärt toolcraft-Gründer Bernd Krebs. So bleibt der Druck hoch – für Ingenieure wie für Profikicker.
Die Botschaft ist klar: Der Club will nicht wieder in die Sommer-Panik verfallen, als die Trikotbrust bis August leer blieb und die Anleger zittern ließ. Mit toolcraft haben die Nürnberger nun einen Partner, der regional verwurzelt ist und trotz globaler Ausrichtung auf Heimatbezug setzt. Die beiden Werksstandorte liegen nur 30 Kilometer südlich des Max-Morlock-Stadions.
Für die Fans heißt das: Das Logo mit der roten Frässpindel bleibt bis 2027 auf der Brust – und die Hoffnung, dass die Mannschaft ebenso präzise aufläuft wie die CNC-Maschinen in Mittelfranken.
