Lausanne hc schreibt geschichte: frauen steigen in national league auf

Die Eishockey-Welt der Schweiz bekommt einen neuen Erstligisten – und das ausgerechnet aus der Westschweiz. Die Frauen des Lausanne HC haben sich mit zwei Siegen gegen EHC Bassersdorf fürs Halbfinale qualifiziert, was gleichzeitig den Aufstieg in die National League bedeutet. Kein Sieg, kein Drama, einfach nur ein Ticket in die Königsklasse.

Kein gegner wollte mit, der lhc zog allein weiter

Kein gegner wollte mit, der lhc zog allein weiter

Was sich nach einem leeren Triumph anhört, ist in Wirklichkeit ein strategischer Coup: Kein anderes Team aus der zweithöchsten Spielklasse strebte den Aufstieg an. Für Lausanne reichte daher schon der Halbfinaleinzug, um sich die begehrte Lizenz zu sichern. Während anderswo um jeden Punkt gezittert wird, machte der LHC mit minimalem Aufwand maximalen Gewinn.

Die Spielerinnen feierten auf dem Eis kaum – sie wussten, dass der Halbfinaleinzug reicht. Erst nach dem Schlusspfiff sickerte durch: Nächste Saison heißt es National League, statt Barfüss-Ränge und Freitagabend-Spiele vor 300 Leuten nun Showdowns gegen die Besten des Landes. Der SC Langenthal räumt indes freiwillig den Platz, womit Lausanne den freigewordenen Slot übernimmt.

Die Westschweizerinnen haben in den vergangenen Jahren kontinuierlich investiert: Neue Ausrüstung, externe Mentaltrainer, ein Kooperationsvertrag mit dem Campus der Universität Lausanne. Nun zahlt sich das aus. Die Liga freut sich über ein neues Gesicht, die Fans über Derbys gegen Genf und Bern. Und die Gegner? Die müssen nächste Saison nach Waadt reisen – in eine Halle, die künftig erstklassig ist.