Kolumbien: sisbén ade, rui kommt – was das für empfänger bedeutet

Panik unter Sozialhilfeempfängern in Kolumbien: Gerüchte über das Aus des Sisbén, des Systems zur Identifizierung von Sozialhilfeempfängern, sorgten in den letzten Tagen für erheblichen Aufruhr. Doch wie sich herausstellt, ist es nicht das Ende, sondern eine grundlegende Transformation. Das Departamento Nacional de Planeación (DNP) hat mit Nachdruck erklärt, dass der Sisbén nicht verschwindet, sondern sich weiterentwickelt – in das Registro Universal de Ingresos (RUI).

Ein intelligenteres system zur bedarfsprüfung

Ein intelligenteres system zur bedarfsprüfung

Ab dem 1. Juli soll der RUI die Art und Weise, wie der kolumbianische Staat seine Sozialprogramme ausrichtet, revolutionieren. Anstatt sich auf die oft ungenauen Angaben in Fragebögen zu verlassen, setzt der RUI auf eine intelligente, datengestützte Analyse der wirtschaftlichen Realität der Haushalte. Das bedeutet: Schluss mit subjektiven Einschätzungen, hallo objektive Daten!

Das Herzstück des RUI ist die Echtzeit-Kreuzung von Daten aus 47 öffentlichen Stellen. Die DIAN, das Steueramt, liefert Informationen über Einkommen und Finanztransaktionen. Die Registraduría Nacional trägt zur Datengrundlage mit Informationen über Familienzusammensetzung und Identität bei. Auch das Bildungsministerium und die Sozialversicherungsträger werden ihre Daten beisteuern. Das Ergebnis: Ein umfassendes und aktuelles Bild der finanziellen Situation jedes Haushalts.

Das Ziel ist klar: