Kathrin marchand bricht ein: schwindelanfall zerstört medaillentraum

Es war zum Greifen nah. Kathrin Marchand lag auf Kurs Bronze, hatte nach fünf Kilometern bereits 23,3 Sekunden Vorsprung auf die Viertplatzierte – und dann brach alles zusammen. Ein Schwindelanfall zwang die 35-Jährige, sich an den Streckenrand zu setzen. Gestützt von einem italienischen und einem deutschen Betreuer wurde sie sichtlich wankend von der Loipe weggebracht. Das Rennen der stehenden Klasse über die Mitteldistanz bei den Paralympischen Winterspielen in Norditalien war für sie beendet.

Eine geschichte, die eigentlich keine niederlage kennen sollte

Eine geschichte, die eigentlich keine niederlage kennen sollte

Wer weiß, was Marchand in den letzten Jahren durchgemacht hat, dem trifft dieses Bild besonders hart. Vor fünf Jahren erlitt sie einen Schlaganfall. Kein Skisport, kein Leistungssport – nichts davon war danach selbstverständlich. Erst im Vorwinter stand sie erstmals auf Langlaufskiern. Und trotzdem: Mit einigen Podestplätzen im Weltcup qualifizierte sie sich im Eiltempo für die Spiele.

Die Leverkusenerin ist keine gewöhnliche Athletin. Als frühere Ruderin war sie bereits zweimal bei Olympischen Spielen und einmal bei den Sommer-Paralympics dabei. Mit ihrem Start in Norditalien schrieb sie Geschichte – als erste Athletin überhaupt, die sowohl bei Sommer- als auch bei Paralympischen Winterspielen antrat. „Es ist schon schön, wenn man die erste Person ist, die das geschafft hat