Bw lohne: kobylanski geht – abstiegskampf ohne ex-star!
Schock in Lohne: Martin Kobylanski, der als Hoffnungsträger gehandelt wurde, verlässt den Regionalliga-Klub. Ein jähes Ende einer vielversprechenden Geschichte, die nun den drohenden Abstieg in noch größere Gefahr bringt. Die Verantwortlichen sprechen von „beiderseitigem Einvernehmen“, doch hinter den Kulissen brodelte es offenbar schon seit einiger Zeit.
Ein sommer voller erwartungen, ein herbst der ernüchterung
Noch im Juli wurde Kobylanski mit großen Erwartungen verpflichtet. Sportlicher Leiter Luca Scheibel pries seine „Spielintelligenz, Persönlichkeit und sein Netzwerk“. Man hatte gehofft, mit dem erfahrenen Bundesliga-Profi den Aufschwung des ambitionierten Klubs voranzutreiben und mindestens den achten Platz in der Regionalliga Nord zu erreichen. Doch die Realität sah anders aus. Der Saisonstart verlief enttäuschend, und die hochgesteckten Ziele schienen in weite Ferne zu rücken.
Die Mannschaft, die mit Luca-Milan Zander einen weiteren Königstransfer präsentierte, fand nicht in Tritt. Der letzte Sieg liegt schon lange zurück – der 2:1-Erfolg gegen Phönix Lübeck am 15. November. Ein erschreckendes Bild, das die Misere des Teams widerspiegelt. Die Verantwortlichen mieden es lange Zeit, die Schuld bei Einzelpersonen zu suchen, doch die Trennung von Kobylanski wirft ein deutliches Licht auf die Probleme innerhalb des Teams.
Die Vereinsmeldung ließ wenig Raum für Interpretationen: „Wir bedanken uns für deinen Einsatz, 'Koby', und wünschen dir für deine sportliche und persönliche Zukunft nur das Beste.“ Eine höfliche, aber deutliche Absage an eine Zusammenarbeit, die offenbar nicht die erhofften Früchte trug. Im Gegensatz zu Zander, der trotz seiner eigenen Schwierigkeiten weiterhin zum Kader gehört, hat Kobylanski den Weg zurück auf den Platz – und in eine ungewisse Zukunft – verlassen.
Es scheint, als hätte die Verbindung zwischen dem Deutsch-Polen und BW Lohne von Beginn an nicht gepasst. Während Zander sich mühsam ins Team integriert, scheiterte Kobylanskis Versuch, das Spiel zu dominieren, offensichtlich. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: In 18 Regionalliga-Partien erzielte er lediglich vier Tore und bereitete zwei weitere vor – eine magere Ausbeute für einen Spieler seines Kalibers. Das ist weniger, als man sich von einem Spieler mit seiner Erfahrung erhofft.
Kobylanski wird nun die Möglichkeit haben, sich frühzeitig auf die nächste Saison vorzubereiten. Ob er damit einen neuen Verein findet, der besser zu ihm passt, bleibt abzuwarten. Für BW Lohne bedeutet der Abgang jedoch eine weitere Belastung im Abstiegskampf. Die Mannschaft muss sich nun ohne ihren vermeintlichen Schlüsselspieler neu formieren und alles daran setzen, den Klassenerhalt zu sichern. Die Uhr tickt, und die Zeit drängt.

