Winter peilt olympia-medaille an: "nicht komplett realitätsfern"

Sabine Winter, deutsche Tischtennis-Nationalspielerin, hat ambitionierte Ziele für die Zukunft: Eine Medaille bei den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles und den Titel als Einzel-Europameisterin. Nach Erfolgen wie dem Gewinn des Europe Top 16 und der Bronze-Medaille bei der Weltmeisterschaft klingen diese Träume für die 33-Jährige plötzlich greifbar.

Olympia als unerreichtes ziel

Die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Los Angeles wäre für Winter ein besonderer Meilenstein. "Von allen Zielen, die ich in meiner Karriere ausgegeben habe, ist die Teilnahme an Olympischen Spielen das einzige, das ich noch nicht erreicht habe“, erklärte die Spielerin des TSV Dachau im Gespräch mit dem Deutschen Olympischen Sportbund. Ihre bisherigen Versuche in London 2012 und Rio 2016 endeten ohne Einsatz, und auch die Spiele in Tokio 2021 verpasste sie. Die Enttäuschung über die Nicht-Nominierung für die Spiele 2024 hat ihre Motivation jedoch neu entfacht. „Deshalb wäre es natürlich extrem schön, wenn es mit Los Angeles klappen könnte. Ich hatte mit Olympia eigentlich schon abgeschlossen.“

Materialwechsel als glücksgriff

Materialwechsel als glücksgriff

Ein unerwarteter Schub für ihre Leistungen kam durch die Umstellung ihres Materials. Seit über einem Jahr spielt Winter nun mit einem Antispinbelag auf der Rückhand, was ihr zu ungeahntem Erfolg verhalf. Die veränderten Bedingungen haben ihren Spielstil deutlich aufgewertet.

Doch Winter mahnt zur Vorsicht: „Zwei Jahre sind eine sehr lange Zeit. Ich muss verletzungsfrei bleiben und konstant auf hohem Level spielen.“ Nur dann, so die erfahrene Sportlerin, seien Medaillen tatsächlich „nicht komplett realitätsfern“.

Mannschaftsweltmeisterschaft als nächste herausforderung

Mannschaftsweltmeisterschaft als nächste herausforderung

Bereits ab dem 28. April steht die Mannschafts-Weltmeisterschaft in London an, bei der Winter zum achten Mal im Nationaltrikot antreten wird – diesmal als Nummer Eins. Bisher spielte sie meistens „die Rolle der Unterstützerin von der Bank“, wie sie selbst zugab. Nun liegt die Verantwortung bei ihr. „Wir müssen füreinander da sein und unsere individuellen Stärken abrufen. Dann sind wir ein Medaillenkandidat. Und an einem herausragenden Tag können wir sogar China und Japan ärgern“, betonte Winter, die fest an das Potenzial ihres Teams glaubt. Die Konkurrenz ist zwar groß, aber das Team ist bereit, alles zu geben.

Die Leistung von Sabine Winter in den kommenden Monaten wird entscheidend sein, um ihren Traum von einer olympischen Medaille zu verwirklichen. Ihre Entschlossenheit und ihr Können machen sie zu einer ernstzunehmenden Kandidatin für die Spiele in Los Angeles – ein Wettkampf, der mehr als nur ein Ziel für sie darstellt, sondern eine neue Ära im deutschen Tischtennis markiert.