Wind, stahl und fußballfieber: toronto kämpft mit den elementen
Toronto – Das BMO Field, Austragungsort des zweiten Gruppenspiels der deutschen Nationalmannschaft gegen die Elfenbeinküste, hat seine Tücken. 17.000 provisorische Sitze mussten hergerichtet werden, um den Ansturm der Fans zu bewältigen. Doch das neu geschaffene Platzangebot kommt mit einigen Herausforderungen für die Zuschauer und Spieler einher.

Ein stadion im wind – und was das für die fans bedeutet
Die Kanadische Metropole Toronto ist Teil der WM-Gastgeber und das BMO Field ist das kleinste der 16 Stadien. Der Wind vom Lake Ontario sorgt für eine unangenehme Zugluft, insbesondere auf den steilen, temporären Tribünen. Die Stahlkonstruktionen scheinen bei stärkerem Wind leicht zu wanken – ein Erlebnis, das nicht jedermanns Geschmack ist. Die Verantwortlichen versichern zwar absolute Sicherheit, aber die Zuschauer sind der Witterung ausgeliefert, während die Haupttribünen überdacht sind. Beim Ghana-Panama-Spiel am Mittwoch kämpften die Fans mit kühlen 19 Grad und Regen.
Die Investitionen waren enorm: Rund 98 Millionen Euro steckten der Stadtrat und MLSE (Toronto FC Eigentümer) in die Modernisierung des Stadions, das ursprünglich für die U20-WM 2007 gebaut wurde. Neben der Kapazitätserweiterung – das Stadion fasst nun etwa 45.000 Zuschauer – wurde nahezu alles erneuert: der Rasen, die Ersatzbänke, die Kabinen, die Medienbereiche, der VIP-Sektor sowie die Licht- und Soundanlagen.
Dayne St. Clair, Kanadas Ersatztorhüter, sieht die Umbauten aber positiv: „Wir wissen, dass es in diesem Stadion normalerweise sehr windig ist. Es ist also definitiv ein angenehmeres Erlebnis, wenn man diesen Wind zumindest teilweise abschirmen kann.“ Tatsächlich könnte die reduzierte Windstärke den Spielern sogar zugutekommen. Florian Wirtz und Co. werden am Samstag um 22:00 Uhr (ZDF und MagentaTV) hoffentlich nicht von den Elementen abgelenkt werden.
Die Flugzeuge, die auf den nahegelegenen Billy Bishop Airport landen, sind von den obersten Rängen aus gut sichtbar. Ein ungewöhnlicher Blickfang, der das WM-Erlebnis in Toronto einzigartig macht. Aber angesichts des Wetters und der provisorischen Konstruktionen hoffen die deutschen Fans, dass die Begeisterung für das Spiel die Unbequemlichkeiten überstrahlt.
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