Hitzewelle in nrw: was sportler jetzt unbedingt wissen müssen!

Nordrhein-Westfalen schwitzt! Eine massive Hitzewelle rollt über die Region und stellt Sportler vor besondere Herausforderungen. Während die Temperaturen neue Rekorde knacken könnten, gilt es, die eigene Gesundheit nicht zu gefährden. Doch wie schützt man sich beim Training, wenn die Sonne brennt?

Die gefahr lauert bereits ab 25 grad

„Ab einer Außentemperatur von 25 bis 30 Grad steigt unsere Körperkerntemperatur“, warnt der Mediziner Heinz-Wilhelm Essen, besser bekannt als „Doc Esser“. Der normale Bereich liegt zwischen 36 und 37,5 Grad Celsius – höhere Temperaturen sind potenziell lebensgefährlich, selbst ohne intensive sportliche Betätigung. Es ist also nicht nur das Joggen oder der Fußball, der zu Problemen führen kann, sondern auch ein einfacher Spaziergang in der Mittagssonne.

Ein weiterer wichtiger Indikator sind die Ozonwerte. Liegen diese über 180 Mikrogramm pro Kubikmeter, sollte das Training unbedingt reduziert oder ganz verschoben werden. Die Luftqualität spielt eine ebenso entscheidende Rolle wie die reine Hitze.

Die besten Trainingszeiten sind am frühen Morgen. Dann ist die Luft noch kühl und die Sonne hat noch nicht die volle Kraft entfaltet. Mittags und am Nachmittag sollte man den Sport lieber auslassen, denn zwischen 15 und 18 Uhr erreichen die Temperaturen ihren Höhepunkt.

Wo trainieren? innenräume oder schattige plätze

Wo trainieren? innenräume oder schattige plätze

Wer sich dennoch sportlich betätigen möchte, sollte auf den Ort achten. Fitnessstudios mit Klimaanlage sind eine gute Option, allerdings steigt auch hier die Belastung gegenüber dem normalen Training. Turnhallen können unterschiedlich sein – je nach Belüftung und Heizung.

Im Freien sind Wälder und Parks ideal, da sie Schatten spenden und die Temperaturen oft niedriger sind. Asphaltflächen und offene Felder sollten vermieden werden.

Schutz durch kleidung und flüssigkeit

Schutz durch kleidung und flüssigkeit

Auch die richtige Kleidung ist entscheidend. Helle, luftige und atmungsaktive Materialien sorgen dafür, dass der Schweiß abtransportiert werden kann. Eine Kopfbedeckung schützt vor Sonnenstich, und Sonnenbrillen schützen die Augen vor schädlicher UV-Strahlung. Regelmäßiges Eincremen ist Pflicht.

Flüssigkeit ist das A und O! Der Körper verliert bei Hitze deutlich mehr Flüssigkeit, daher ist es wichtig, ausreichend zu trinken. Bereits vor dem Training sollten mindestens einen halben Liter Wasser getrunken werden, und währenddessen empfiehlt der Deutsche Sportärztebund etwa 10-13 ml pro Kilogramm Körpergewicht pro Stunde. Kaltes Wasser sollte man aber vermeiden, da es den Kreislauf überfordern kann.

Wer auf seinen Körper hört, die richtigen Vorsichtsmaßnahmen trifft und auf Alternativen setzt, kann auch in der Hitze eine sinnvolle sportliche Betätigung finden. Denn ganz darauf zu verzichten, ist langfristig auch nicht die beste Lösung.

Die Experten sind sich einig: Sport im Sommer ist möglich, erfordert aber ein Umdenken und Respekt vor den extremen Bedingungen. Die Gesundheit geht vor – und das gilt in dieser Hitzewelle umso mehr.