Xhaka: der alte hase führt die schweiz zum erfolg!
Johan Manzambi sorgte zweifellos für einen fulminanten Einzug in die Partien gegen Bosnien, doch wer die Fäden zieht und den Takt in der Schweizer Nationalmannschaft vorgibt, ist und bleibt Granit Xhaka. Der 33-Jährige beweist eindrücklich, dass er ein wahren Gran Reserva ist – wie ein guter Wein, wird er mit jedem Jahr besser.
Die überraschende entscheidung für sunderland
Viele Stars verließen im vergangenen Sommer Bayer Leverkusen, um den nächsten Karriereschritt zu wagen. Tah, Hincapie, Frimpong, Wirtz – sie alle strebten nach Höherem. Xhakas Entscheidung, für den frisch aufgestiegenen Sunderland in der Premier League zu spielen, kam daher wie ein Schock. „Der Verein befand sich in einer Situation, die mich an die Anfänge meiner Eltern erinnerte: von Null“, erklärte der Mittelfeldspieler seine Wahl. Er sucht Herausforderungen und will sich für seine mögliche Trainerkarriere wappnen – Erfahrungen im Kampf und in der Solidarität sind dabei von unschätzbarem Wert.
Obwohl er während seiner Zeit beim Bayer Leverkusen den UEFA A-Lizenzschein erwarb und die Werkself enorm fehlen ließ, führte sein Weg ihn zunächst nach Sunderland. Dort übernahm er prompt die Kapitänsrolle und entwickelte sich zu einem der prägenden Spieler – ein Beweis für seine Führungsqualitäten und seine Anpassungsfähigkeit. Régis Le Bris, der Trainer von Sunderland, lobte ihn als „einen sehr guten Anführer, der für den Verein und nicht nur für sich selbst kämpft.“
Die Herausforderung war groß, das System in Sunderland völlig anders als das, was Xhaka von Arsenal und Leverkusen gewohnt war. Doch er meisterte die Umstellung mit Bravour und wurde zum unangefochtenen Dreh- und Angelpunkt im Mittelfeld. Mit 1.807 Pässen und 179 gewonnenen Zweikämpfen führte er die Statistik an. Seine sechs Assists zeugen von seiner Kreativität und seinem Spielverständnis.

Ein rückblick auf seine beeindruckende karriere
Granit Xhaka blickt auf eine bemerkenswerte Karriere zurück, in der er bereits mit 18 Jahren sein Debüt in der Nationalmannschaft gab. Mit 148 Länderspielen ist er nun der Rekordnationalspieler der Schweiz. „Es erfüllt mich mit Stolz und Freude, hier zu stehen. Man vergisst nie den ganzen Einsatz, den man als Kind investiert hat“, so Xhaka.
Auch bei der WM 2026 ist er ein unverzichtbarer Bestandteil des Schweizer Teams. Nach der Kritik nach dem Ausscheiden gegen Katar hat er sich durch sein Engagement und seine Leistungen zurückgekämpft. Mit 115 Kontakten, 94 von 103 Pässen und acht gewonnenen Zweikämpfen gegen Bosnien zeigte er einmal mehr seine Klasse. Sein Treffer vom Elfmeterpunkt egalisierte sogar Shaqiri als einzigen Spieler, der bei drei WM-Turnieren für die Schweiz traf.
„Die Leute kennen mich. Ich nutze meine Energie auf dem Platz, wo sie gebraucht wird“, erklärte Xhaka. Seine umstrittene Feier nach dem Spiel, bei der er die Fans aufforderte, nun zu sprechen, zeugt von seinem unbändigen Siegeswillen. Ob dies seine letzte große Bühne mit der Nationalmannschaft sein wird, ist ungewiss. Doch eines ist klar: Mit Xhaka im Mittelfeld hat die Schweiz alle Chancen, die mentale Barriere des Viertelfinales zu durchbrechen. Manzambi mag die Zukunft verkörpern, aber Xhaka ist der erfahrene Anführer, der das Team zum Erfolg führt – ein wahrer Gran Reserva, der noch lange nicht am Ende seiner Karriere angelangt ist.
