Wimmer trifft zum sieg – und feiert liebesjubiläum!

Berlin bebte am Samstag nicht nur wegen der eisigen Kälte, sondern auch wegen eines überraschenden 2:1-Sieges des VfL Wolfsburggegen Union Berlin. Ein Mann war maßgeblich daran beteiligt: Patrick Wimmer, dessen Tor nicht nur drei wichtige Punkte für die Wölfe sicherte, sondern auch einen ganz besonderen privaten Anlass markierte.

Ein tor, das mehr bedeutet

Wimmers viertes Saisontor war alles andere als gewöhnlich. Ausgerechnet der österreichische Angreifer, der in dieser Saison oft genug vor unlösbaren Aufgaben stand, brachte Wolfsburg mit einem fulminanten Treffer per Außenrist in Führung. Der Pass von Joakim Maehle leitete einen Solo-Lauf ein, der aus der eigenen Hälfte herausging und mit einem präzisen Schuss in den linken Winkel gipfelte – ein Kunstwerk, das selbst den erfahrenen Trainer Dieter Hecking begeisterte. Die Statistiken mögen trügerisch sein – nur fünf Schüsse aufs Tor, ein x-Goal-Wert von 0,19 – doch am Ende zählte nur der Sieg.

Die frau hat das sagen

Die frau hat das sagen

Doch der Sieg war nicht der einzige Grund für Wimmers Jubel. Hinterher verriet der 24-Jährige, dass er einen ganz besonderen Tag mit seiner Frau feierte. Und zwar das 400. Datum ihres gemeinsamen Jubiläums, also 2800 Tage verliebt! „Ich habe auf dem Handy eine App, die mir das anzeigt“, erklärte er lachend auf die verwunderten Nachfragen. Auch sein neuer Haarschnitt, der ihn an seine sportlich erfolgreicheren Zeiten bei Arminia Bielefeld erinnerte, sei eine Idee seiner Partnerin gewesen. „Die Frau hat das Machtwort“, so Wimmer schmunzelnd. „Wenn die Frau es sagt, dann habe ich das so zu machen.“

Kampfgeist und hoffnung für die zukunft

Kampfgeist und hoffnung für die zukunft

Obwohl Wimmer später humpelnd das Feld verlassen musste, überschattete die Freude über den Sieg und den besonderen Tag den Schmerz. Der erste Wolfsburger Erfolg seit dem 14. Januar gab dem Team neuen Auftrieb im Abstiegskampf. „Die letzten Spiele waren nicht die schlechtesten, aber wir haben uns nicht belohnt“, sagte Wimmer. „Nun sind wir wieder bis auf zwei Punkte an St. Pauli herangerückt. Wir haben alles in der eigenen Hand.“ Der bevorstehende Showdown am letzten Spieltag auf dem Millerntor wird entscheidend sein. Doch bis dahin gilt es, das Momentum mitzunehmen und auch im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach zu punkten. „Die sind auf jeden Fall auch schlagbar“, so Wimmer mit neuem Selbstvertrauen. „Da müssen wir die gleiche Energie auf den Platz bringen.“