Wimbledon-schock: lys und seidel scheitern, shelton demontiert!
London – Ein schwarzer Tag für das deutsche Tennis in Wimbledon! Eva Lys und Ella Seidel sind in der ersten Runde ausgeschieden, und das gleich nach Laura Siegemund. Derweil sorgte der US-Amerikaner Ben Shelton für eine riesige Überraschung, als er den Weltranglisten-Vierten Otto Virtanen in einem epischen Fünf-Satz-Krimi ausschaltete.
Lys verliert die nerven gegen schnaider
Eva Lys hatte einen furiosen Start gegen Diana Schnaider, führte im ersten Satz bereits mit 5:2, ließ diesen Vorsprung dann aber spektakulär aus der Hand geben. Die French-Open-Halbfinalistin nutzte die zunehmende Unsicherheit der Deutschen geschickt und sicherte sich den Satzgewinn mit 7:5. Im zweiten Durchgang präsentierte sich Schnaider von ihrer stärksten Seite, während Lys völlig den Faden verlor und mit 6:1 unterging. Ein bitteres Ende für die deutsche Hoffnungsträgerin.

Seidel gegen nosková chancenlos
Auch Ella Seidel fand an ihrer Auftaktpartie gegen Linda Nosková kaum ins Spiel. Die Tschechin war von Beginn an die überlegene Spielerin und ließ Seidel kaum Luft zum Atmen. Mit 6:4 und 6:3 setzte sich Nosková souverän durch und schickte die Deutsche bereits nach knapp einer Stunde nach Hause.
Die Ergebnisse der deutschen Spielerinnen:
- Eva Lys – Diana Schnaider 7:5, 1:6, 6:1
- Ella Seidel – Linda Nosková 4:6, 3:6
- Laura Siegemund – Elise Mertens 2:6, 4:6

Shelton schlägt virtanen in thriller
Das Match zwischen Ben Shelton und Otto Virtanen entwickelte sich zu einem packenden Krimi, der über drei Stunden dauerte. Shelton, der als Top-Favorit ins Spiel ging, musste sich gegen die starke Aufschlagleistung des Finnen enorm anstrengen. Nachdem Shelton den ersten Satz für sich entscheiden konnte, gelang Virtanen der Ausgleich. Im dritten Satz setzte sich die Spannung fort, und es ging in den Tie-Break, den Virtanen für sich entscheiden konnte. Auch im vierten Satz gab es keinen klaren Sieger, und es kam zum Entscheidungssatz. Dort zeigte Shelton seine ganze Klasse und setzte sich mit 11:9 durch. Ein verdienter Sieg für den US-Amerikaner, der damit eine Überraschung in Wimbledon feiert.

Zverev kämpft sich durch
Alexander Zverev hatte ebenfalls seine Mühen in der ersten Runde, setzte sich aber letztendlich gegen Alexander Blockx mit 6:4, 6:7 (8:10), 7:6 (7:5), 7:6 (7:0) durch. Swiatek hatte ebenfalls mit Problemen, konnte sich aber gegen Townsend durchsetzen. Hanfmann schrieb in Wimbledon Geschichte, als er Giovanni Mpetshi Perricard besiegte. Korpatsch hatte keine Chance gegen Coco Gauff.
Die Wimbledon-Pleiten der deutschen Damen werfen Fragen auf: Liegt es an der Rasen-Unsicherheit, an der mangelnden Vorbereitung oder an der zunehmenden internationalen Konkurrenz? Klar ist: Das deutsche Tennis-Team muss sich neu justieren, wenn es in Zukunft wieder erfolgreicher in Wimbledon sein will.
