Wimbledon-legenden: navratilova, graf & co. – ein blick auf die größten siegerinnen

Der Rasen von Wimbledon – ein heiliger Boden für Tennis-Ikonen. Während die Herren-Konkurrenz aktuell in vollem Gange ist, werfen wir einen Blick zurück auf die Damen, die diesen Platz geprägt haben. Von den Pionierinnen des 19. Jahrhunderts bis zu modernen Superstars – Sport1 präsentiert die größten Wimbledon-Siegerinnen aller Zeiten und ihre beeindruckenden Erfolge.

Die ära der britinnen: frühe dominanz auf dem heiligen rasen

Die Geschichte des Damen-Tennis in Wimbledon begann 1884, nur sieben Jahre nach der ersten Herren-Austragung. Zu Beginn prägten britische Spielerinnen das Turniergeschehen. 20 der ersten 21 Titel gingen an talentierte Damen aus Großbritannien. Lena Rice aus Irland durchbrach 1890 diese Dominanz, doch die britische Vorherrschaft währte noch lange an. Erst 1905 gelang May Sutton aus den USA der erste Triumph jenseits des Atlantiks – ein Zeichen des Wandels, der folgen sollte.

Martina navratilova: die unangefochtene königin von wimbledon

Martina navratilova: die unangefochtene königin von wimbledon

Wenn es um Wimbledon geht, ist der Name Martina Navratilova untrennbar mit dem Erfolg verbunden. Die gebürtige Tschechoslowakin, die für die USA antrat, holte sensationelle neun Titel auf dem heiligen Rasen. Ihre Erfolgsbilanz von 1978 bis 1987 ist schlichtweg unschlagbar und stellt einen Rekord dar, der wohl so schnell nicht gebrochen werden wird. Bei 23 Teilnahmen erreichte sie zwölf Mal das Finale – und wurde dabei lediglich von Steffi Graf und Conchita Martinez geschlagen.

Navratilova bewies zudem, dass Mutter werden kein Karriereende bedeuten muss. 1980 kehrte sie nach der Geburt ihres ersten Kindes auf die Tour zurück und triumphierte prompt in Wimbledon. Und ein weiterer Rekord: Mit 46 Jahren und 261 Tagen gewann sie 2003 im Mixed-Doppel mit Leander Paes den Titel – ein Altersrekord, der ihresgleichen sucht.

Steffi graf: deutschlands größte wimbledon-hoffnung

Steffi graf: deutschlands größte wimbledon-hoffnung

Auch aus deutscher Sicht blickt man mit Stolz auf Wimbledon zurück. Steffi Graf, eine der größten deutschen Sportlerinnen aller Zeiten, triumphierte sieben Mal in Wimbledon. Ihr erster Titel gelang ihr 1988, als sie im Finale die Argentinierin Gabriela Sabatini in zwei Sätzen besiegte. Cilly Aussem war 1931 die erste Deutsche, die den Titel gewann, und Angelique Kerber sorgte 2018 für weitere deutsche Juubel.

Helen wills moody: die „little miss poker face“

Helen wills moody: die „little miss poker face“

Helen Wills Moody dominierte in den 1920er und 30er Jahren das Tennisgeschehen. Acht ihrer insgesamt 19 Grand-Slam-Titel gewann sie in Wimbledon. Besonders beeindruckend war ihre Siegesserie von 1927 bis 1932, in der sie ungeschlagen blieb und nicht einen einzigen Satz verlor. Ihr Spitzname „Little Miss Poker Face“ unterstreicht ihre unerschütterliche Ruhe und ihren eisernen Willen.

Dorothea lambert-chambers: britanniens letzte dominatorin

Dorothea lambert-chambers: britanniens letzte dominatorin

Die englische Tennisspielerin Dorothea Lambert-Chambers trug sich zwischen 1903 und 1914 gleich sieben Mal in die Siegerliste ein. Ihre beeindruckendste Leistung lieferte sie 1911 ab, als sie ihre Kontrahentin Dora Boothby glatt mit 6:0 und 6:0 besiegte. Mit 41 Jahren war sie zudem die älteste Finalistin in Wimbledon – ein Rekord, der lange Bestand hatte.

Die Wimbledon-Siegerinnen im Überblick:

  • Martina Navratilova (9 Titel)
  • Helen Wills Moody (8 Titel)
  • Steffi Graf (7 Titel)
  • Dorothea Lambert-Chambers (7 Titel)
  • Suzanne Lenglen (6 Titel)
  • Blanche Bingley Hillyard (6 Titel)
  • Serena Williams (6 Titel)

Wimbledon ist mehr als nur ein Turnier – es ist eine Legende. Die Namen, die wir hier genannt haben, gehören zu den größten Tennisspielerinnen aller Zeiten und haben mit ihren Erfolgen die Geschichte dieses faszinierenden Sports geprägt. Ob sie jemals von einer neuen Generation übertroffen werden können? Die Zukunft wird es zeigen.