Wimbledon-legenden: federer, djokovic & co. – die größten champions aller zeiten
London, Wimbledon – Der heilige Rasen, die Tradition, die Spannung: Wimbledon ist mehr als nur ein Tennisturnier, es ist ein Mythos. Sport1 blickt zurück auf die größten Champions, die sich hier ihre Krone erkämpften – von den Pionieren des 19. Jahrhunderts bis zu den modernen Superstars. Ein Triumph auf dem Centre Court ist ein Ritterschlag, ein Versprechen ewigen Ruhms.
Die ära federer: dominanz pur
Roger Federer. Allein der Name weckt Assoziationen von Eleganz, Perfektion und unerreichtem Können. Acht Titel (2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2009, 2012, 2017) katapultierten ihn in die Tennisgeschichte. Seine fünf gewonnenen Titel in Folge (2003-2007) sind ein Beweis seiner unangefochtenen Dominanz – auch wenn William Renshaw mit sechs Titeln am Stück eine noch beeindruckendere Serie vorweisen kann. Aber die Bedingungen waren damals anders. Federer musste sich durchkämpfen, während Renshaw als Titelverteidiger direkt ins Finale marschierte.
Der erste Wimbledon-Triumph 2003 war mehr als nur ein Sieg, es war ein Statement. Die Kritiker hatten Federer eine mentale Schwäche bescheinigt, doch er widerlegte diese mit einem überzeugenden Erfolg. Besonders der Sieg gegen Rafael Nadal 2006, als er den jungen Spanier in vier Sätzen demütigte, festigte seinen Status als „Mr. Wimbledon“.
2017 dann der krönende Abschluss: Der achte Titel, der ihn an die Spitze der Wimbledon-Siegerliste vor Pete Sampras und Renshaw katapultierte. Und das ganz ohne einen einzigen Satzverlust im gesamten Turnierverlauf – eine Leistung von schierer Größe.

Djokovic: kampfkunst und comebacks
Novak Djokovic, Teil der „Golden Era“ des Tennissports, hat in Wimbledon ebenfalls seine Spuren hinterlassen. Sieben Titel (2011, 2014, 2015, 2018, 2019, 2021, 2022) beweisen seine Klasse. Die Wimbledon-Rasen war auch Schauplatz dramatischer Comebacks. 2014, nach dem Verlust der Dominanz bei den Australian Open, kehrte er zurück und überholte Federer in der Weltrangliste. Noch beeindruckender war das Comeback 2018, als er als Zwölfter ins Turnier ging und sich bis ins Finale kämpfte, wo er Rafael Nadal in einem epischen Fünf-Stunden-Match bezwingen konnte.
Das Finale 2019 gegen Federer war ein weiteres Kapitel in der jahrzehntelangen Rivalität der beiden. Mit fast fünf Stunden Spielzeit wurde es zum längsten Finale in der Geschichte des Turniers. Trotz zweier Matchbälle für Federer sicherte sich Djokovic am Ende den Sieg. Nach der Pandemie folgten weitere Erfolge, doch 2023 und 2024 scheiterte er knapp an Carlos Alcaraz – dem neuen Shootingstar des Tennis.

Sampras, borg und die pioniere
Pete Sampras, der „Mann ohne Emotionen“, dominierte die 90er Jahre mit sieben Wimbledon-Siegen und prägte das Spiel mit seinem unbändigen Aufschlag. William Renshaw, ein Pionier des modernen Rasentennis, gewann ganze sechs Titel in Folge und etablierte mit seinem Bruder Ernest neue Spielstile. Auch Björn Borg, der „Eisberg“, schrieb mit fünf Wimbledon-Titeln Geschichte – sein letzter Sieg gegen John McEnroe in fünf Sätzen bleibt unvergessen. Und wer die frühen Jahre erinnert, denkt an Reginald und Laurence Doherty, die Wimbledon im frühen 20. Jahrhundert prägten.
Die Liste der Wimbledon-Legenden ist lang und beeindruckend. Jede Ära hat ihre Helden hervorgebracht, die mit Können, Kampfgeist und Leidenschaft die Geschichte dieses einzigartigen Turniers geschrieben haben. Wimbledon bleibt ein Ort der Inspiration und ein Beweis für die Faszination des Tennissports.
