Wimbledon schraubt preisgelder kräftig hoch – zverev profitiert!

London – Die Tenniswelt staunt: Wimbledon erhöht die Preisgelder für das kommende Turnier massiv. Nach wochenlangen Diskussionen und dem Druck der Spielerinnen und Spieler reagieren die Veranstalter mit einem deutlichen Anstieg der Prämien, der vor allem Top-Stars wie Alexander Zverev freuen wird.

Ein plus von 20 prozent: was bedeutet das konkret?

Ein plus von 20 prozent: was bedeutet das konkret?

Insgesamt werden dieses Jahr rund 74,3 Millionen Euro ausgeschüttet – ein Zuwachs von satten 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das bedeutet für den diesjährigen Wimbledon-Champion nicht nur Ruhm und Ehre, sondern auch eine prall gefüllte Kasse: 4,17 Millionen Euro winken ihm als Hauptpreis. Auch die Finalisten dürfen sich über eine beträchtliche Summe freuen, die die Hälfte des Siegerpreises beträgt. Deborah Jevans, die Vorsitzende des All England Lawn Tennis Clubs, betonte, dass diese Erhöhung ein Zeichen dafür sei, dass die Spielerinnen und Spieler am Erfolg des Turniers teilhaben sollen.

Die Forderungen der Tennisprofis nach einer höheren Beteiligung an den Einnahmen der Grand-Slam-Turniere hatten in den letzten Monaten für viel Gesprächsstoff gesorgt. Vor den French Open kam es sogar zu Protestaktionen, bei denen die Spieler ihre Medienaktivitäten einschränkten. Zwar gab es auch Kritik an der Verteilung der Preisgelder, doch die Entscheidung Wimbledons dürfte nun als Zeichen der Entspannung gewertet werden.

Alexander Zverev, der bei den French Open gerade erst seinen ersten Grand-Slam-Titel gefeiert hat, zählt zu den Top-Favoriten in Wimbledon. Ob er dieses Mal die langersehnte Finalhürde überwinden kann, bleibt abzuwarten. Sein bisher bester Wimbledon-Erfolg war das Erreichen des Achtelfinales. Die Augen der Tenniswelt sind auf ihn gerichtet, und mit den erhöhten Preisgeldern im Rücken könnte dies sein Jahr sein – ein Jahr, in dem er die Wimbledon-Geschichte schreibt und seinen Kassenbeutel ordentlich füllt.