Wharton zeigt tuchel, was er verpasst: conference league finale als antwort!
London brodelt! Adam Wharton, das junge Talent aus Blackburn, hat im Conference League Finale gegen Rayo Vallecano für Furore gesorgt – und damit möglicherweise Thomas Tuchels WM-Planung durcheinandergewirbelt. Der deutsche Bondscoach hatte den 20-Jährigen bei der Bekanntgabe seines Kaders überraschend links liegen lassen, obwohl er in seinen ersten Monaten beim Crystal Palace beeindruckte. Wharton erwies dem Nationaltrainer auf die beste Weise seine Antwort: mit einer herausragenden Leistung, die ihm den wohlverdienten Titel des Spielers des Spiels einbrachte.

Ein pirlo aus wilpshire – und ein rätsel für tuchel
Wharton, der im Januar für über 20 Millionen Euro zum Crystal Palace wechselte, scheint ein Phänomen zu sein. Seine Spielintelligenz und sein Passspiel erinnern an einen jungen Pirlo – allerdings in der Premier League. Während er nicht zu den Ausdauerstars gehört (nur im 26. Percentil bei der Laufdistanz), ist er unschlagbar, wenn es darum geht, das Spiel zu lesen, Gegner auszuspielen und tödliche Pässe in die Spitze zu spielen (99. Percentil bei progressiven Pässen). Im Vergleich zum restlichen Palace-Team, das gerade mal 46% Ballbesitz hatte, ist seine Fähigkeit, das Spiel zu kontrollieren und Chancen zu kreieren, schlichtweg außergewöhnlich.
Tuchel scheint jedoch auf der Suche nach einem „british“-Spieler zu bleiben, einem dynamischen Mittelfeldspieler, der den Ball nach vorne treibt und Zweikämpfe gewinnt – wie Declan Rice oder Elliot Anderson. Sogar die Erfahrung von Jordan Henderson wurde Wharton vorgezogen, und die Rückkehr von Mainoo, der im Manchester United aufblühte, deutet auf eine klare Präferenz des Trainers hin. Das ist verständlich, doch Whartons Leistung im Conference League Finale lässt den einen oder anderen Fan hinterfragen, ob Tuchel möglicherweise ein Juwel übersehen hat.
“Sie hatten Spieler wie Wharton, die den Ball blitzschnell bewegen und Linien aufbrechen. Es war sehr schwierig, sie zu pressen”, raunte Isi, ein sichtlich frustrierter Beobachter. Wharton selbst nahm die Kritik sportlich: “Ich werde nicht auf der Bank sitzen und weinen. Ich bin jung und hoffe auf weitere Chancen.” Er gab zu, mit Tuchel gesprochen zu haben, der ihm lediglich mitteilte, dass er „nahe dran“ sei. So ist der Fußball eben.
Seine Statistiken sprechen eine deutliche Sprache: 38 Pässe, davon 11 in die letzte Drittel, fünf gewonnenen Zweikämpfe, nur ein verlorener Ball und ein Schuss, aus dem Mateta schließlich den Siegtreffer erzielte. Ein „Caramel-Pass“ vor der Pause, den Mitchell jedoch nicht verwerten konnte, krönte seine Leistung zusätzlich. Die großen Vereine Europas haben bereits aufhorcht. Liverpool ist besonders interessiert, und es scheint nur eine Frage der Zeit, bis Wharton Palace verlässt – im Anschluss an Olise und Eze als nächste Top-Verpflichtung.
Ob Tuchel seine Entscheidung bereuen wird? Die Frage bleibt offen. Doch eines ist sicher: Adam Wharton hat gezeigt, was er kann – und damit ein starkes Signal an den Bundestrainer gesendet.
