Wetzlar vor dem bundesliga-klassenerhalt: big points und überraschende personalien!
Die Mittelhessen haben im Kampf um den Klassenerhalt einen entscheidenden Schritt getan. Nach dem Sieg gegen Erlangen und dem Patzer von Gummersbach ist die HSG Wetzlar so gut wie gerettet – und plant bereits eifrig für die neue Saison. Ein Blick auf die wichtigsten Entwicklungen und überraschenden Wechselgerüchte.
Die erlösung naht: wetzlar am rande des klassenerhalts
Am Samstagabend konnten die Fans der HSG Wetzlar gleich doppelt jubeln. Nicht nur der knappe Sieg gegen den angeschlagenen HC Erlangen (29:26) sorgte für Erleichterung, sondern auch die überraschende Niederlage von GWD Minden in Gummersbach. Die Ausgangslage im Tabellenkeller ist damit klar: Wetzlar hat die Chance, die Klasse zu halten, ohne auf Wunder von anderswo angewiesen zu sein.
Natürlich werden die Verantwortlichen in Mittelhessen die Situation nicht überstrapazieren. Doch die Fakten sprechen für sich: Leipzig, der Liga-Letzte, müsste nicht nur beide verbleibenden Spiele gewinnen, sondern auch eine deutlich schlechtere Tordifferenz aufholen – ein nahezu unmögliches Unterfangen. Auch Minden hat kaum noch eine Chance, die HSG zu überholen. Die Aufgabe ist klar: Minden muss gewinnen, aber gegen Kiel, den amtierenden Rekordmeister, wird das kein leichtes Unterfangen.

Neuer angreifer für die hsg: laeso soll ahouansou ersetzen
Während die Spieler auf dem Feld alles geben, laufen hinter den Kulissen die Planungen für die neue Saison auf Hochtouren. Philipp Ahouansou, der gegen Erlangen noch als Matchwinner brillierte, steht vor einem Wechsel nach Stuttgart. Doch die HSG hat bereits einen Nachfolger im Visier: Der dänische Weltmeister Nikolaj Laeso soll den Abgang des gebürtigen Hessen kompensieren. Ein Transfer, der den Fans Hoffnung macht.

Överby: das zünglein an der waage?
Ein weiterer vielversprechender Neuzugang ist Petter Överby, der als Kreisläufer für die HSG stürmen wird. Der Norweger bestätigte kürzlich ein „gutes Gespräch“ mit Sport-Geschäftsführer Michael Allendorf. Seine Entscheidung für Wetzlar begründet er mit der familiären Atmosphäre des Vereins. Bis zu seinem Wechsel wird er jedoch weiterhin alles für seinen aktuellen Arbeitgeber, den THW Kiel, geben – und könnte sogar gegen Minden entscheidend zum Klassenerhalt der HSG beitragen.
Sollte die HSG am 4. Juni einen weiteren Sieg beim HSV Hamburg einfahren, ist der Klassenerhalt wohl nicht mehr zu nehmen. Dann können die Mittelhessen offiziell die Planungen für eine weitere Saison in der Handball-Bundesliga beginnen – mit einem frischen Kader und neuen Zielen.
