Wetzlar vor dem abgrund: rettungsjagd und kader-umbruch!
Die HSG Wetzlar steht vor dem wohl größten sportlichen Schockmoment ihrer Vereinsgeschichte: Nach 28 Jahren Zugehörigkeit droht der Abstieg aus der Handball-Bundesliga. Ein Szenario, das für die Handball-Region Mittelhessen eine Katastrophe bedeuten würde. Doch der Verein scheint gewillt zu kämpfen – mit neuen Mitteln und frischem Personal.

Allendorf bringt frischen wind aus melsungen
Die Verpflichtung von Michael Allendorf, ehemaliger Sportvorstand und Spieler bei MT Melsungen, im Februar war ein klarer Signal der HSG Wetzlar. „Michael hat sich in kurzer Zeit einen sehr guten Überblick verschafft und bringt eine klare Linie mit“, so HSG-Boss Björn Seipp. Allendorf, der die Melsunger Handball-Szene bestens kennt, soll nun die Weichen für eine sportliche Trendwende stellen.
Die Rettungsjagd ist die oberste Priorität, doch sollte der Klassenerhalt nicht gelingen, ist die Rückkehr in das Handball-Oberhaus das erklärte Ziel. Dafür bastelt Allendorf fieberhaft am Kader, der ab Sommer ohnehin ein neues Gesicht zeigen wird. Gerüchte über Neuzugänge kursieren bereits im Raum – und diese könnten die Verantwortlichen von Melsungen wehtun.
Sport BILD berichtet exklusiv: Die HSG Wetzlar steht kurz vor der Verpflichtung des Melsunger Linksaußen Marti Soler. Ein Coup, der die Melsunger sicherlich schmerzen wird. Auch der ungarische Torwart Laszlo Bartucz von Melsungen soll auf der Liste der Wetzlarer stehen. Es ist ein Drauf-und-Drauf-Spiel, bei dem alte Bekannte in neue Konstellationen wechseln.
Doch mit Neuzugängen räumt man in Wetzlar auch Personal ein. Philipp Ahouansou, Rückraumspieler der HSG Wetzlar, steht vor einem Wechsel im Sommer. Der TVB Stuttgart gilt als ernsthafter Interessent. Ein weiterer Name, der in den Verhandlungen aufpoppt, ist Lenny Rubin, der sich offenbar in Richtung Schaffhausen verabschiedet. Seine Rückkehr in die Schweiz scheint nur noch Formsache.
Am 26. April (15 Uhr, live bei WELT TV, BILD.de, SPORTBILD.de und Dyn) trifft die HSG Wetzlar auf den direkten Konkurrenten Bergischer HC. Ein Endspiel für beide Teams. Es ist mehr als nur ein Spiel – es ist ein Kampf um den Verbleib in der Handball-Bundesliga.
Die Entscheidung ist gefallen: Die HSG Wetzlar hat das Spiel gegen den Bergischen HC zwar verloren, doch die Entschlossenheit im Team ist spürbar. Mit einem Punkt Rückstand auf den Relegationsplatz ist die Hoffnung noch am Leben. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob die Verantwortlichen und Spieler ihrer Verpflichtung gerecht werden und die Handball-Region Mittelhessen vor dem Abgrund bewahren können.
