Wetzlar bindet kirschner – u23-talent verlässt den verein
Die HSG Wetzlar hat einen wichtigen Baustein für die Zukunft gesichert: Rechtsaußen Tristan Kirschner verlängert seinen Vertrag ligaunabhängig bis 2028. Ein Licht und Schatten momentan, denn gleichzeitig verlässt das Eigengewächs Tizian Weimar den Verein ab Sommer 2026.
Kirschner: vom studenten zum leistungsträger
Der 24-jährige Kirschner, der erst im Januar als Winterneuzugang kam, hat sich in kürzester Zeit als feste Größe auf der Rechtsaußenposition etabliert. Seine Treffsicherheit – 34 Tore in neun Partien – und vor allem seine Mentalität beeindrucken das Team und das Management gleichermaßen. Geschäftsführer Sport Michael Allendorf lobt Kirschners Einstellung und seinen Charakter als „genau die Eigenschaften, die wir aktuell und perspektivisch brauchen.“ Die Kombination aus Leistungshandball und seinem Zahnmedizin-Studium macht den Verbleib des gebürtigen Hüttenbergers umso wertvoller.

Weimar: entwicklung verläuft nicht wie geplant
Für Tizian Weimar, der seit Februar hauptsächlich in der U23 zum Einsatz kommt, geht ein Wunschtraum nicht in Erfüllung. Ab der Saison 2026/27 wird das Eigengewächs den Kader der Handball-Bundesligisten nicht mehr verstärken. Die Entscheidung ist verständlich, da Weimar in der Ersten keine regelmäßige Einsatzzeit erhalten hat und sich somit sportlich nicht optimal weiterentwickeln kann. Es bleibt zu hoffen, dass er weiterhin im Verein bleibt und seine Fähigkeiten in der U23 oder im Jugendbereich einbringen kann.
Kirschners Entscheidung, trotz seines anstehenden Physikums und der damit verbundenen Handballpause im Sommer, weiterhin in Wetzlar zu spielen, unterstreicht seinen Ehrgeiz und seine sportliche Leidenschaft. Er selbst freut sich auf die kommenden zwei Jahre und betont, dass er alles dafür tun werde, um gemeinsam mit dem Team den Klassenerhalt zu sichern. Die Verlängerung ist ein positives Zeichen für die HSG Wetzlar und zeigt, dass der Verein auf dem richtigen Weg ist, um langfristig in der Handball-Bundesliga zu bestehen. Ob Weimar diesen Weg mitverfolgen wird, bleibt abzuwarten.
