Werner kehrt zurück: rb empfängt werder am ligastartort

Ole Werner, der ehemalige Erfolgstrainer von Werder Bremen, steht am Samstag erstmals als gegnerischer Coach im Weserstadion an der Seitenlinie. Das Auswärtsspiel von RB Leipzig in Bremen ist für den gebürtigen Bremenser somit eine Reise in seine Vergangenheit – ein Duell voller Emotionen, das aber auch taktische Herausforderungen mit sich bringt.

Personelle engpässe beim pokalfinalisten

Personelle engpässe beim pokalfinalisten

Die Vorbereitung auf dieses Duell wird für Werner durch einige personelle Sorgen erschwert. Der junge Stürmer Brajan Gruda fällt verletzungsbedingt aus. Er zog sich im Nationalmannschaftsspiel der U21 Adduktorenprobleme zu, die ihn nun auch gegen Werder außer Gefecht setzen werden. "Es ist bedauerlich, dass Brajan diese Verletzung mitbringt, aber wir sind optimistisch, dass er gegen Gladbach wieder einsatzbereit sein wird," erklärte Werner auf der Pressekonferenz.

Positiv für Leipzig ist hingegen die Rückkehr von Assan Ouedraogo in den Kader. Nach mehrwöchiger Verletzungspause winkt dem talentierten Mittelfeldspieler sein Comeback. Auch Torwart Peter Gulácsi gehört wieder zum Aufgebot, wird aber zunächst die Rolle des Ersatzes einnehmen. Maarten Vandevoordt hat sich in Gulácsis Abwesenheit eindrucksvoll bewiesen und scheint die neue Nummer eins im Tor zu sein. Werner betonte jedoch, dass Gulácsi weiterhin eine wichtige Stütze des Teams sei und seine Rückkehr behutsam vorbereitet werde.

Die Flexibilität des Kaders wird nun entscheidend sein, um den Ausfall von Gruda zu kompensieren. "Wir haben einen breiten Kader, der in der Lage ist, diesen Verlust zu verkraften," so Werner. Die Einsatzfähigkeit von Yan Diomande, der gegen Hoffenheim noch Schulterschmerzen hatte, wurde ebenfalls bestätigt: Er ist ohne Einschränkungen einsatzbereit.

Die Leipziger Fans dürfen sich zudem auf mögliche DFB-Einsätze von Spielern wie Ridle Baku, Benjamin Henrichs, Ouedraogo und Gruda freuen. Werner äußerte sich positiv über die Chancen dieser Talente und betonte, dass der Kader im Vorfeld eines Turniers noch Veränderungen erfahren kann. "Für keinen der genannten Spieler ist der Zug noch abgefahren," so der Coach.

Die Frage, ob die Werder-Fans Werner freundlich oder feindlich aufnehmen werden, ließ der Coach unbeantwortet. "Wer pfeift, der pfeift – wer sich freut, der freut sich. Das kann ich nicht beeinflussen," gab er pragmatisch zu Protokoll. Der Fokus liegt klar auf dem Spiel und der Aufgabe, in Bremen einen wichtigen Sieg zu holen. Die Konzentration auf das Wesentliche scheint beim RB-Trainer groß geschrieben zu sein.