Werner kehrt zurück: emotionales wiedersehen in bremen
RB Leipzigs Trainer Ole Werner steht vor einer ungewöhnlichen Begegnung: Am Samstag (15.30 Uhr, Sky) kehrt er als Coach der Leipziger zu seinem ehemaligen Arbeitgeber, Werder Bremen, zurück. Ein Wiedersehen, das zweifellos von Emotionen geprägt sein wird.
Die zeit in grün-weiß: mehr als nur ein job
Drei Jahre und sechs Monate prägten Werners Zeit an der Weser. „Das war eine sehr, sehr schöne Zeit“, blickt der 37-Jährige zurück. „Gemeinsam mit dem Trainerteam, dem gesamten Verein – ich habe zu vielen Leuten im Verein immer noch Kontakt.“ Die Verbundenheit zu Werder scheint tief zu sitzen, trotz seines Wechsels nach Leipzig. „Wer pfeift, der pfeift, wer sich freut, der freut sich. Das kann ich nicht ändern“, gibt Werner offen zu, betont aber das gute Verhältnis, das bei seinem Abschied bestand.
Doch die Vergangenheit soll das Spiel gegen Bremen nicht dominieren. „Da konzentriert sich jeder auf sein Spiel, auf seine Mannschaft“, so Werner pragmatisch. Leipzig kämpft in der Bundesliga um die Qualifikation für die Champions League, und Bremen, obwohl im unteren Mittelfeld platziert, hat in den letzten Spielen einen deutlichen Leistungssprung gezeigt. „Es wird ein sehr unbequemes Spiel, weil da eine Mannschaft auf uns wartet, die zwar im unteren Drittel der Tabelle steht, aber zuletzt einen Stimmungsumschwung, sondern auch einen Leistungsumschwung hinbekommen hat“, warnt Werner vor einem leichten Gegner.

Personelle lage: gruda fehlt, ouédraogo könnte helfen
Personell muss Werner eine kleine Hürde nehmen. Brajan Gruda, der von seinem Einsatz in der deutschen U21-Nationalmannschaft zurückkehrt, fällt mit Adduktorenproblemen aus. Positiv hingegen ist die mögliche Rückkehr von Assan Ouédraogo. Der 19-Jährige, der seit Januar aufgrund einer Knieverletzung pausiert hat, könnte zumindest für einen kurzen Einsatz bereitstehen. Seine Präsenz im Mittelfeld könnte für Leipzig zusätzlichen Schwung bedeuten.
Die Ausgangslage ist klar: Leipzig muss punkten, um seine Ambitionen in der Champions-League-Qualifikation zu festigen. Bremen hingegen will den positiven Trend fortsetzen und zeigen, dass der schwache Start in die Saison nur eine Episode war. Ein Duell also, das nicht nur sportlich, sondern auch emotional aufgeladen ist.
