Werder-fans revoltieren: filbry verteidigt fritz – trotz kritik!
Die Stimmung im Wohninvest-Stadion kochte am vergangenen Samstagte über. Während SV Werder Bremen sich zwar vorzeitig die Klasse sicherte, war die Freude bei den Anhängern überschaubar. Stattdessen entluden sie ihren Unmut über die Leistungen der Saison und die Arbeit der sportlichen Führung auf großflächigen Bannern – ein deutliches Zeichen des Frusts in der Kurve.

Die forderungen werden lauter: „fritz und niemeyer raus!“
Die Botschaften der Fans waren unmissverständlich: „Nichtabstieg = Mehr Glück als Verstand!“ und „Die Saison mit einem blauen Auge beendet. Eine ehrliche Aufarbeitung und personelle Konsequenzen müssen folgen.“ Besonders Clemens Fritz (45) und Peter Niemeyer (42) wurden direkt ins Visier genommen. Die Forderung nach ihrem Rauswurf hallte durch das Stadion. Die schwache Vorstellung in den letzten Spielen – lediglich vier Punkte aus sechs Partien – hatten die Geduld der Fans offenbar vollends strapaziert. Dass Werder am letzten Spieltag nicht mehr in Panik geraten musste, verdankte der Verein eher der Auswärtsschwäche der Konkurrenz als eigener Stärke.
Die Transferpolitik von Geschäftsführer Profifußball Clemens Fritz stand dabei immer wieder in der Kritik. Es wird angezweifelt, ob die Neuzugänge die erhoffte Verstärkung darstellten und ob die Kaderplanung insgesamt zielführend war. Die Fans sehen eine dringende Notwendigkeit für Veränderungen im Sommer.
Doch es gibt auch Lichtblicke: Trotz des Sturmgebraus scheint die sportliche Führung um Klaus Filbry (59) an Fritz festzuhalten. Bei „Sky“ betonte Filbry, dass auch er und sein Team Fehler gemacht hätten, und lobte die Lernkurve, die Fritz durchlaufen habe. „Clemens, ich, wir alle haben auch Fehler gemacht. Das haben wir selbstkritisch eingeräumt. Aber ich glaube, die Lernkurve, die Clemens durchlaufen hat, wird ihm in der Zukunft helfen.“
Fritz selbst reagierte auf die Kritik pragmatisch: „Jeder kann seine Meinung äußern. Dass wir alle unzufrieden sind, ist denke ich auch normal. Wir stellen uns auch nicht hin und sagen, in den letzten zwölf Monaten ist alles super gelaufen. Wir hinterfragen uns, wir analysieren natürlich auch und wollen es natürlich auch besser machen.“ Er betonte zudem, dass es um den Erfolg von Werder Bremen gehe und er weiterhin mit großer Energie an der positiven Entwicklung des Vereins arbeiten wolle.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die sportliche Führung ihren Kurs beibehält oder ob den Forderungen der Fans nach personellen Konsequenzen doch noch nachgekommen wird. Eines ist jedoch klar: Der Druck auf die Verantwortlichen ist enorm, und die Erwartungen für die kommende Saison sind hoch.
