Werder bremen schockt rb leipzig mit inklusion-trikot: blindenhilfe auf der schulter

Es ist kein gewöhnliches Fußball-Trikot. Es ist ein Statement, das RB Leipzig am 4. April im wohninvest WESERSTADION erwischen wird. SV Werder Bremen wird beim Heimspiel gegen die Sachsen erstmals ein Sondertrikot tragen, das nicht nur Punkte, sondern auch Werte zählt.

Der jubiläums-joker: zehn jahre aktionsspieltag „inklusion“

Seit einem Jahrzehnt veranstaltet Werder jedes Jahr einen Aktionsspieltag zum Thema Inklusion. Die neue Edition bekommt ein Gesicht – oder besser: eine Schulter. Unter dem Motto „Wir sind Vielfalt“ laufen sowohl die Frauen am 29. März gegen Essen als auch die Männer gegen Leipzig in einem Design auf, das Retro-Charme mit sozialem Anspruch verheiratet.

Die Bremer Designerin Maria Elektra ließ sich von den Kulttrikots der späten 80er inspirieren. Ergebnis: ein geometrisches Muster, das auf dem Asphalt von Mitte und Tribüne gleichermaßen stylisch wirkt. Die Kicker bekommen ein Mode-Update, der Fan ein Kleidungsstück, das auch außerhalb des Stadions funktioniert.

Brailleschrift statt werbeetikett

Brailleschrift statt werbeetikett

Links „WERDER“, rechts „VIELFALT“ – in Brailleschrift aufgestickt. Die taktilen Buchstaben machen das Trikot für blinde und sehbehinderte Menschen erfahrbar. Das ist kein Marketing-Gimmick, sondern Realität auf Hautniveau. Anne-Kathrin Laufmann, Geschäftsführerin Sport & Nachhaltigkeit, nennt das Shirt „ein wichtiges Zeichen“ und dankt den Hauptsponsoren Matthäi und Ammerländer, die ihre Logo-Plätze für die Botschaft freigeben.

Der Clou: Die Schulterpartien sind nicht nur sichtbar, sondern vor allem spürbar. Das macht das Stück zur ersten echten 3-D-Werbung für Diversität im deutschen Profifußball.

Kick-off für den Verkauf ist der 25. März um 10 Uhr. Online-Shop und Fan-Welt am Stadion öffnen gleichzeitig. Die Nachfrage wird groß sein – nicht nur wegen des Gegners, sondern wegen der Geschichte, die dieses Trikot erzählt. Leipzig bekommt mehr als nur ein Auswärtsspiel: Es bekommt eine Lektion über Fairness, die man nicht im VAR findet.