Werder bangt, wolfsburg entscheidet: bremen nur mit bayern-patzer in der liga?
Bremen atmet auf, aber der Sauerstoff ist knapp. Nach der knappen 0:1-Niederlage bei der TSG Hoffenheim am Samstagnachmittag bleibt Werder im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga in der Schwebe. Nur ein Wunder – oder vielmehr ein Patzer des VfL Wolfsburg am Samstagabend gegen den FC Bayern München – kann die Norddeutschen vor dem endgültigen Absturz bewahren.
Frühe roten karte setzt bremer segel
Schon in den ersten fünf Minuten des Spiels schien das Schicksal Werder Bremen einen Strich durch die Rechnung zu ziehen. Yukinari Sugawara sah nach einem rücksichtslosen Tritt gegen Bazoumana Touré die Rote Karte – eine Entscheidung, die nach Videobeweis von Schiedsrichter Sören Stork bestätigt wurde. In Unterzahl kämpften die Hanseaten zwar mit großem Einsatz, doch Hoffenheim nutzte die numerische Überlegenheit konsequent aus. Touré selbst markierte in der 26. Minute die Führung für die TSG.
Die Hausherren kontrollierten fortan das Spielgeschehen, ohne jedoch viele hochkarätige Chancen zu kreieren. Werders Abwehr stand kompakt, und die wenigen Nadelstiche der Gäste verpufften wirkungslos. Ein Schuss von Justin Njinmah segelte hoch über das Tor, während auf der anderen Seite die Hoffenheimer ihre Chancen vor allem durch Standardsituationen suchten.

Champions-league-ambitionen gefährdet
Für die TSG Hoffenheim bedeutet der Heimsieg, dass die Chancen auf die Qualifikation für die Champions League weiterbestehen. Doch die Lage ist kompliziert: Parallel zum Spiel gegen Bremen gewann der VfB Stuttgart gegen Bayer Leverkusen. Da der VfB ein deutlich besseres Torverhältnis aufweist, ist Hoffenheim am kommenden Samstag in Mönchengladbach auch vom Ergebnis des VfB abhängig. Ein Punktgewinn gegen Gladbach wäre zwar möglich, aber nur, wenn Stuttgart ebenfalls nicht gewinnt.
Werder-Trainer Daniel Thioune hatte vor dem Spiel betont, dass er den Klassenerhalt lieber aus eigener Kraft sichern möchte. „Das ist mir sehr wichtig“, sagte der Coach, der im Februar das Traineramt in Bremen übernommen hatte. Doch nach dem Spiel steht fest: Die Entscheidung liegt nun außerhalb der Bremer Hände. Nur wenn Wolfsburg gegen Bayern nicht gewinnt, wächst die Hoffnung auf Rettung für Werder Bremen.
Die kommenden Stunden werden entscheidend sein. Während Hoffenheim auf ein Wunder in Mönchengladbach hofft, bangen die Fans in Bremen – und hoffen, dass der VfL Wolfsburg dem FC Bayern gewachsen ist. Die Bundesliga-Saison geht in ihren finalen Akt, und die Spannung ist kaum auszuhalten.
