Wembanyama-ellbogen: spurs-coach verteidigt seinen star nach foul!

San Antonio – Die NBA-Playoffs sind für Victor Wembanyama vorzeitig beendet, doch sein Trainer Mitch Johnson steht ihm zur Seite. Nach einem heftigen Ellbogenschlag gegen Minnesota Timberwolves-Guard Naz Reid wurde der aufstrebende Franzose mit einem Flagrant-2-Foul erwischt und vom Feld gestellt. Eine Entscheidung, die in der Spurs-Familie für hitzige Diskussionen sorgt.

Ein foul oder selbstschutz? die debatte um wembanyama

Ein foul oder selbstschutz? die debatte um wembanyama

Der Vorfall ereignete sich im Viertelfinal-Spiel gegen die Timberwolves, als Wembanyama nach einem Rebound von zwei Gegenspielern bedrängt wurde. Im Versuch, sich Luft zu verschaffen, traf er Reid mit dem Ellbogen am Kiefer. Die Schiedsrichter werteten die Aktion als unsportliches Foul der Kategorie zwei, was eine sofortige Rote Karte bedeutet. Wembanyama selbst schien zunächst nicht zu begreifen, was geschah.

„Ich bin froh, dass er die Dinge selbst in die Hand nimmt“, erklärte Coach Johnson nach der Partie, in der die Timberwolves mit 114:109 gewannen und nun den Stand auf 2:2 im Viertelfinale stellen konnten. „Nicht im Sinne, Naz Reid zu verletzen, aber er muss sich selbst schützen, wenn andere es nicht tun. Und ich finde das widerlich, wie die Timberwolves ihn behandelt haben.“ Die harte Spielweise gegen den jungen Star der Spurs war offensichtlich, und die Schiedsrichter scheinen Johnson zufolge nicht konsequent genug eingegriffen zu haben.

Die Reaktion der Fans ist geteilt. Während einige Wembanyamas Verhalten verurteilen, sehen andere in der Entscheidung der Schiedsrichter einen Fehler. Es ist ein Fakt: Die Timberwolves haben Wembanyama von Beginn an aggressiv attackiert und versucht, ihn aus dem Spiel zu nehmen. Die Spurs beschweren sich zwar nicht grundsätzlich, so Johnson, aber er betont, dass Wembanyama eine gewisse Sicherheit benötigt.

„Irgendwann muss er geschützt werden. Falls nicht, wird er sich selbst schützen müssen und leider passieren dann eben solche Dinge“, so der Coach. Ob Wembanyama für weitere Spiele gesperrt wird, ist fraglich. Johnson hält dies für übertrieben: „Im Spiel haben die Schiedsrichter so entschieden, und das respektieren wir. Aber noch irgendetwas obendrauf zu setzen, das wäre lächerlich.“

Die Spurs stehen nun vor einer großen Herausforderung. Ohne ihren jungen Star müssen sie einen Weg finden, die Serie gegen die Timberwolves zu drehen. Die Frage ist: Kann das Team ohne Wembanyamas außergewöhnliches Talent und seine defensive Präsenz bestehen?