Wembanyama zertrümmert bucks und schickt milwaukee vorzeitig in den urlaub

Die Saison der Milwaukee Bucks ist vorbei, bevor sie richtig begann. Die San Antonio Spurs um Victor Wembanyama schrieben am Samstagnachmittag mit einem 127:95 die endgültige Gewissheit: Giannis Antetokounmpo wird 2026 nicht einmal das Play-in erreichen.

Ein schlag ins kontor für die bucks

Seit 2016 war Milwaukee jedes Frühjahr dabei, jetzt droht das erste Playoff-Loch in zehn Jahren. Ohne den griechischen Superstar, der weiter an seinem Knie laboriert, wirkten die Bucks wie ein Schattentheater: viel Bewegung, kein Biss. Die Spurs dagegen spielten sich in einen Rausch, der bei 18:0 in den ersten vier Minuten begann und nie mehr stoppte.

Wembanyama selbst brauchte nur 28 Minuten, um 23 Punkte, 15 Rebounds, sechs Assists und einen Block zu sammeln. Die Zahl, die aber die Liga wirklich aufhorchen lässt: 56 Siege stehen nach 78 Spielen auf dem Konto – zwei weniger als Spitzenreiter Oklahoma City. Seit dem 1. Februar hat keine Mannschaft öfter gewonnen als San Antonio.

Castle liefert das triple-double, das niemand erwartete

Castle liefert das triple-double, das niemand erwartete

Während alle Augen auf den Franzosen gerichtet waren, schob sich Rookie Stephon Castle in die erste Reihe. 22 Punkte, zehn Rebounds, zehn Assists – das erste Triple-Double seiner noch jungen Karriere. „Wir haben gelernt, dass wir nicht auf Victor warten müssen, um groß zu sein“, sagte der 19-Jährige nach dem Spiel. Die Aussage klingt bescheiden, ist aber ein Warnschuss für jeden Gegner im Westen.

Die Spurs haben sich verwandelt: aus dem talentierten Projekt ist ein Schwergewicht geworden, das inzwischen sogar die Thunder jagt. Oklahoma City muss nächste Woche zweimal gegen Denver, San Antonio trifft auf die angeschlagenen Rockets und die Blazers. Das Restprogramm ist so weich wie Butter – und die Liga rechnet bereits mit Platz eins.

Die Bucks? Sie müssen mit ansehen, wie die eigene Arena am Ende der Partie schon halb leer ist. Die Fans wissen: Es wird ein langer Sommer in Milwaukee. Für San Antonio dagegen beginnt gerade erst die Realität, die vor drei Jahren noch als Traum galt. Wembanyama packt die Trophäe nicht nur aus, er rückt sie ins Zentrum der eigenen Halle – und sagt mit dem Akzent von Paris: „Wir sind noch lange nicht fertig.“