Wembanyama sprintet an gilgeous-alexander vorbei: mvp-ranking erstmals mit spitzenreiter

Die NBA hat ihre internen Stimmen gezählt – und das Ergebnis knallt in die Tabelle wie ein Block von Victor Wembanyama. Der 2,24-Meter-Riese der San Antonio Spurs überholt Shai Gilgeous-Alexander und steht zum ersten Mal ganz oben im wöchentlichen MVP-Ranking. Das offizielle Dokument, das sonst nur intern an Reporter verschickt wird, landete am Dienstagabend in den Mailboxen und sorgte binnen Minuten für heiße Timeline.

Die Begründung der Liga ist so kühl wie Wemby’s Fingerroll: 17 Blocks in drei Spielen, ein Defensive Rating, das an David Robinson erinnert, und ein Plus-Minus von +14,7 – alles bei nur 28,4 Minuten Einsatzzeit. „Effizienz ist keine Frage der Spielzeit, sondern der Dichte“, sagt ein Western-Scout, der seit Jahren Stimmen für das offizielle MVP-Gremium abgibt. „Victor verändert das Spiel in jedem einzelnen Sekundenbruchteil, den er auf dem Court steht.“

Warum 28 minuten kein makel, sondern trumpf sind

Die alte Devise „Wer den Award will, muss 70 Spiele bei 35 Minuten spielen“ gilt nicht mehr. Die NBA belohnt Auswahl, nicht nur Quantität. Wembanyamas Impact pro 100 Possessions liegt bei 42,1 – ein Wert, den in den letzten zehn Jahren nur Giannis Antetokounmpo und Nikola Jokić überschritten haben, jeweils in ihrer MVP-Saison. Die Spurs gewinnen mit ihm 14,3 Punkte pro 100 Offensiven mehr, ohne ihn brechen sie auf 108,7 zusammen – das ist Play-out-Niveau.

Shai Gilgeous-Alexander liefert weiterhin saubere Zahlen: 31,4 Punkte, 55,3 % Field Goal, 37,9 % von Downtown. Doch die Story, die die Stimmen treibt, fehlt. Er schweigt sich zu MVP-Fragen aus, während Wemby auf Podien sagt: „Ich will der beste sein, und ich weiß, dass ich es schon bin – ich muss es nur beweisen.“ Diese Selbstinszenierung kommt an. In Umfragen unter 70 medialem Stimmrecht liegt Wembanyama bei 43 % First-Place-Votes, vorher waren es 19 %.

Head-to-head spricht für san antonio – und das zählt doppelt

Head-to-head spricht für san antonio – und das zählt doppelt

Vergessen wir nicht: Die Spurs gewannen die Regular-Season-Serie gegen Oklahoma City mit 4-1. Im direkten Duell kratzte Wembanyama 28 Punkte, 12 Rebounds und 6 Blocks, während Gilgeous-Alexander bei 8 Turnovern stehen blieb. „Wir haben keinen Plan für ihn“, gestand Thunder-Coach Mark Daigneault nach dem jüngsten 104-113. „Er ist ein Kapitel für sich.“

Restprogramm? San Antonio hat noch sechs Heimspiele, darunter gegen lottery Teams wie Portland und Charlotte. Oklahoma City reist dreimal nach Denver und einmal nach Boston. Die Formkurve deutet darauf hin, dass die Spurs die 60-Siege-Marke knacken – ein psychologischer Benchmark, der seit 2018 jede MVP-Diskussion mitbestimmt.

Loose Ends gibt es trotzdem. Die Narrative der „Besten auf dem besten Team“ könnte zu Gunsten von Luka Dončić kippen, sollten die Mavs die fünf Position in der Western Conference halten. Denn Dončić hat 34,9 Punkte und 9,7 Assists – und die NBA liebt Zahlen, die nach Oscar Robertson riechen. Doch sein Ruf leidet unter 16 technischen Fouls und einer einwöchigen Sperre. Die Stimmenzähler strafen Disziplinlosigkeit ab.

Die entscheidung steht in acht spielen – und in den köpfen

Die entscheidung steht in acht spielen – und in den köpfen

Wembanyama kann Geschichte schreiben: Kein Rookie hat seit Wes Unseld 1969 MVP gewonnen, kein Europäer seit Dirk Nowitzki 2007. Die Liga schickt bereits Kamerateams nach San Antonio, um „Victor’s Rise“ zu dokumentieren. Die Clips laufen auf ESPN, auf NBA TV, auf TikTok – und genau dort entscheidet sich, wer im Juni den Michael Jordan Trophy in die Höhe stemmt.

Shai bleibt konstant, bleibt professionell. Aber er schweigt. Wemby redet – und wirkt. Die Stimmen sind offiziell gezählt, doch die wahren 100 Stimmen fallen erst am 13. April, nach dem letzten Spieltag. Bis dahin sind acht Spiele Zeit. Und in diesen acht Spielen muss Oklahoma City nicht nur gewinnen, sondern auch die Geschichte erzählen, die die Stimmen bewegt. Die Spurs? Die lassen einfach Victor spielen. Manchchmal reicht das.