Wembanyama schockiert thunder: spurs gewinnen overtime-thriller!
San Antonio – Die NBA Playoffs erleben eine Sensation! Die San Antonio Spurs, lange Zeit als Außenseiter gehandelt, haben im ersten Spiel der Western Conference Finals die Titelverteidiger Oklahoma City Thunder in einem packenden Duell nach doppelter Overtime mit 122:115 bezwungen. Der Grund für diesen überraschenden Sieg: Der unglaubliche Auftritt von Rookie Victor Wembanyama.

Wembanyama dominiert – thunder-star gilgeous-alexander patzt
Victor Wembanyama hat dem Spiel seinen Stempel aufgedrückt. Der 22-jährige Franzose präsentierte eine Leistung, die in die Geschichte eingehen wird: 41 Punkte und 24 Rebounds in einem Playoff-Spiel sind schlichtweg außergewöhnlich. Dazu gesellten sich drei Assists, drei Blocks und ein Steal. Die Spurs konnten damit dem Thunder nicht nur den Sieg abnehmen, sondern auch den Heimvorteil. Besonders der Moment, als Wembanyama mit seinem einzigen Dreier den Ausgleich zum 108:108 erzielte und damit die zweite Overtime erzwang, wird in Erinnerung bleiben.
Doch es war nicht nur Wembanyamas individuelles Können, das den Unterschied machte. Die Spurs zeigten als Team eine beeindruckende Moral und kämpften sich zurück, nachdem es in der regulären Spielzeit noch 101:101 gestanden hatte. Dylan Harper unterstützte Wembanyama mit 24 Punkten, elf Rebounds und sechs Assists, während Stephon Castle mit 17 Punkten und elf Assists ebenfalls überzeugte. Der deutsche Nationalspieler Isaiah Hartenstein verbrachte rund zwölf Minuten auf dem Feld und trug seinen Teil zum Erfolg bei.
Das Problem für die Thunder? Shai Gilgeous-Alexander, der am Abend zur zweiten aufeinanderfolgenden MVP-Auszeichnung gekürt wurde, fand kaum in Tritt. Obwohl er das Spiel mit 24 Punkten und zwölf Assists beendete, traf er lediglich 7 von 23 Würfen. Die zweite Garde um Alex Caruso (31 Punkte, zwei Rebounds, zwei Steals) und Jalen Williams (26 Punkte) versuchte zwar, das Ruder herumzureißen, doch gegen die dominante Leistung der Spurs waren sie machtlos.
Die Thunder hatten zuvor in den Playoffs eine beeindruckende Bilanz von 4:0 gegen Phoenix Suns und Los Angeles Lakers vorzuweisen. Die Spurs hatten die Thunder in der Hauptrunde zwar in vier von fünf Begegnungen besiegt, doch die Thunder galten als haushohe Favoriten für die Finals.
Die Spurs bewiesen jedoch, dass man sich nicht auf vermeintliche Favoriten verlassen darf. Wembanyamas Leistung war schlichtweg herausragend und hat den Spurs einen wichtigen Sieg beschert. Die Thunder müssen sich nun fragen, wie sie die Dominanz des jungen Franzosen eindämmen können.
Das nächste Spiel findet am Mittwoch in Oklahoma City statt. Ob die Thunder die Wende schaffen können, bleibt abzuwarten. Dennis Schröder und die Cleveland Cavaliers werden derweil in der Nacht zu Mittwoch um den Einzug ins Eastern-Conference-Finale kämpfen.
