Wein und herz: der mythos wird zerlegt!
Die Flasche Wein als Gesundheitselixier? Ein weitverbreiteter Glaube, der von Experten nun endgültig widerlegt wird. Kardiologe Aurelio Rojas hat auf seinem Instagram-Kanal einen eindringlichen Appell an die Öffentlichkeit gerichtet: Eine tägliche „Aperitivo“ schadet mehr, als sie nützt.
Die bittere wahrheit über den rotwein-mythos
„Copita de vino, ja oder nein? Gut für das Herz? Nein“, stellt Dr. Rojas unmissverständlich klar. Die vermeintlichen Vorteile, wie der Schutz vor Herzinfarkten oder die Erhöhung des „guten“ Cholesterins (HDL), sind reine Illusion. Tatsächlich, so der Experte, führt selbst ein moderater Konsum zu einem Anstieg des Blutdrucks, einem erhöhten Risiko für Herzrhythmusstörungen und sogar Krebs. Die Behauptung, ein täglicher Schluck verlängere das Leben, entpuppt sich ebenfalls als Falschinformation. Stattdessen steigt der Blutzuckerspiegel, die Insulinresistenz nimmt zu – und das alles, obwohl der Wein zwar Polyphenole wie Resveratrol enthält.
Die Zahl, die Dr. Rojas nennt, ist schockierend: „Um eine tatsächlich gesundheitliche Dosis dieser Stoffe zu erreichen, müsste man mehr als hundert Flaschen Wein am Tag trinken.“ Das Ergebnis: Wein ist keine gesunde Quelle für Antioxidantien. Es geht also nicht um „moderat“, sondern um „nicht“.

Wie viel wein ist überhaupt sicher?
„Es gibt keine völlig sichere Dosis“, warnt Dr. Rojas. „Aber wenn man trinkt, dann bitte in Maßen und mit Bewusstsein.“ Konkret bedeutet das: maximal 100 Milliliter für Frauen und 200 Milliliter für Männer – und das keinesfalls täglich. Denn die langfristigen Risiken, insbesondere im Hinblick auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs, steigen mit jeder zusätzlichen Einladung.
Es ist wichtig zu betonen: „Wein ist kein Medikament und auch keine notwendige Maßnahme zur Herzgesundheit. Wer nicht trinkt, sollte nicht anfangen. Und wer trinkt, sollte es seltener und in geringeren Mengen tun – für seine Gesundheit.“ Die vermeintlichen positiven Effekte, die in einigen Studien beobachtet wurden, lassen sich vermutlich auf den Lebensstil der untersuchten Personen zurückführen, nicht auf den Wein selbst. Die Wissenschaft hat hier noch Nacharbeit zu leisten, aber die Botschaft ist klar: Der vermeintliche Gesundheitsvorteil ist eine trügerische Illusion.
